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mandanten den des Clans Chattan und den Chef des nicht minder edlen Geſchlechts Clan Quhele, dazu zu bringen, daß ſie ſich gegenſeitig auf Leben und Tod her⸗ ausfordern. Sie könnten ſich hier in Perth ſchlagen; wir würden ihnen Waffen und Pferde leihen; ſo würde ihr Streit mit dem Tod des Einen, oder wahrſcheinlich beider Veräther erlöſchen; denn ich ſetze voraus, daß ſie beim erſten Angriff einander den Hals abſchneiden werden. Der fromme Wunſch meines Vaters, Blut zu ſchonen, wäre erfüllt und wir hätten das Vergnügen, dem Zweikampf zweier wilder Ritter zuzuſehen, die zum erſten Mal in ihrem Leben Hoſen trügen und auf Roſſen ſäßen, was man ſeit der Zeit König Arthur's nicht ge⸗ ſehen hat.“
„»»Pfui, Robert,« ſagte der König,„macht Ihr das Unglück Eures Landes und die Verlegenheit unſres Staatsraths zum Gegenſtand Eurer Witzeleien?“
„Ich bitte um Verzeihung, mein königlicher Bruder,“
ſagte Albany;„aber obwohl der Prinz, mein Neffe, ſeinen Vorſchlag auf eine etwas zu leichtfertige Art ausgeſprochen hat, ſo glaube ich doch, man könnte et⸗ was daraus entnehmen, was in dieſen unglücklichen Um⸗ ſtänden von großem Vortheil wäre.“ „Mein Bruder,“ erwiederte der König,„es iſt nicht gut, Rothſay's ganze Thorheit durch Wiederholung ſei⸗ nes unzeitigen Scherzes zu zeigen. Ihr wißt, daß die Häuptlinge der Clans weder etwas vom Ritterthum, noch von der Kleidung, noch von der ritterlichen Art zu kämpfen verſtehen.“


