48 er ihr gegeben hat, als wenn er noch die Früchte da⸗ von zöge.“
„Sohn Robert,“ ſagte der König,„Ihr erlaubt Eurer Zunge zu viel.“
„Ich ſchweige,“ antwortete der Prinz;„ich wollte
weder Eure Hoheit beunruhigen, noch den Pater Prior beleidigen, der mit ſo viel Wundern, die ihm zu Dienſt ſtehen, keinem hochländiſchen Dolch die Spitze bieten würde.“
„Wir wiſſen,“ ſagte der Prior mit verhaltenem Un⸗ willen,„aus welcher Quelle dieſe verhaßten Lehren kommen, die uns aus dem Mund Eurer Hoheit ſchau⸗ dern machen. Wenn die Fürſten mit Ketzern verkeh⸗ ren, werden ihr Geiſt und ihre Sitten gleich verderbt, dann zeigen ſie ſich in den Straßen mit Masken und ſchlechten Frauen, und im Rath als Verächter der Kirche und des heiligen Glaubens.“
„Ruhig! guter Vater,“ ſagte der König,„Rothſay wird für ſeine leichtſinnige Sprache büßen; ach! laßt uns doch lieber in Fveundſchaft Rath halten, als einer meuteriſchen Matroſenbande in einem untergehenden Schiff gleichen, wo jeder ſich mehr damit abgibt, ſei⸗ nen Gefährten anzufeinden, als ſeine Anſtrengungen mit denen des Capitäns für die Rettung des Fahr⸗ zeugs zu vereinigen. Mylord von Douglas, Euer Haus hat ſich immer wohl gezeigt, wenn die Krone Schott⸗ kands weiſen Rath oder ſchnelle Hülfe brauchte; ich hoffe, Ihr werdet uns in dieſer Verlegenheit helfen.“
„Ich ſtaune darüber, das muß ich bekennen, daß


