Teil eines Werkes 
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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Herausgehen aus einer Gaſſe, begegnete er einem in einen Mantel gewickelten Mann, der auch nicht erkannt ſeyn zu wollen ſchien. Sein dürrer Wuchs, ſeine Spin⸗ delbeine, die ſich unter dem Mantel zeigten, und die kleinen trüben Augen, die oben über dieſer Kleidung hervorzwinkelten, kündigten den Apotheker ſo deutlich an, als hätte er ſeinen Namen auf der Mütze getra⸗ gen. Dieſe unerwartete und unangenehme Begegnung machte den Waffenſchmied voll Verwirrung. Die Flucht ſchickte ſich nicht für ſeinen kühnen, entſchloſſenen Cha⸗ rakter. Er wußte, daß dieſer Mann ſo verläumderiſch als neugierig, und beſonders, daß er ihm ſehr abge⸗ neigt war. Es blieb daher nur ein Mittel aus der Verlegenheit zu kommen, und Heinrich hoffte, der Apo⸗ theker werde ihm eine Gelegenheit geben, ihm den Hals indeee und ſich ſo ſeiner Verſchwiegenheit zu ver⸗ ichern.

Aber ſtatt irgend etwas zu ſagen oder zu thun, was ein ſolches Benehmen rechtfertigen konnte, beſchloß der Apotheker, als er ſeinen ſtarken Nachbar ſich ſo nahe gegenüber ſah, und die Erkennung für unvermeidlich hielt, dieſe ſo kurz als möglich zu machen. Ohne daß er Smith's Begleiterin eine große Aufmerkſamkeit zu ſchenken ſchien, ließ er im Vorbeigehen die Worte fal⸗ len, indem er nach dem erſten Augenblick des Zuſam⸗ mentreffens keinen Blick weiter that:ich wünſche Euch einen fröhlichen Feſttag, wackerer Schmied; ei, führt Euer Bäschen, die ſchöne Miſtres John Litham, mit Euch! Ihr tragt ihr Bündelchen. Sie kommt ganz friſch von Duntee an, ich wette? Ich wußte, daß man ſie in des alten Schuſters Haus erwartete. Indem er ſo ſprach, ſah er weder rechts noch links, ließ noch den Gruß hören:Gott ſegne Euch, und verſchwand wie ein Schatten.

Der Waffenſchmied murmelte dieſelben Worte zur Antwort, und ſagte zu ſich ſelbſt:Der Teufel ſoll