Teil eines Werkes 
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
Einzelbild herunterladen

83 daß man von mir nichts fuͤrchtet— ſo wird Euer Majeſtaͤt im Falle einer wirklichen Gefahr gewiß ſicher beſchirmt werden.“

*„ Herr von March,« ſagte der Herzog von Albany, „die unbedeutendſten Barone, deren ihr eben erwaͤhn⸗ tet, laſſen ihre Leute unter ihre Waffen treten, auch wenn ihre liebſten und naͤchſten Freunde vor dem Fall⸗ gitter ihres Schloſſes halten, und wenn es unferer lieben Frau gefaͤllt, werde ich fuͤr die Sicherheit der Perſon des Koͤnigs ſorgen, wie ſich geziemt. Die Brandanes bilden die Leibwache ſeiner Majeſtaͤt, ſie gehoͤren zu ſeinem Hauſe und 100 derſelben ſind eine ſchwache Bedeckung fuͤr einen Koͤnig, da Ihr ſelbſt, Mylord, wie der Graf von Douglas, oft zehnmal ſo viel Leute in Eurem Gefolge habt.“⸗

„Herr Herzog,“« verſetzte March,„wenn der Dienſt des Koͤnigs es fordert, kann ich zehnmal ſo viel Leute, als Ihr genannt habt, ins Feld ſtellen, aber ich habe es nie mit feindlichen Abſichten gegen Seine Majeſtaͤt gethan, ſo wenig, als aus Stolz, um es den andern Edeln zuvorzuthun.“

„Bruder Robert,«c ſagte der Koͤnig in der Rolle des Vermittlers,„Ihr habt Unrecht, gegen den Herrn

von March Verdacht zu erheben; und Ihr, Vetter March, laßt der Klugheit meines Bruders keine Ge⸗ rechtigkeit wiederfahren, doch hoͤrt: ich vernehme die Toͤne einer lieblichen Muſik, Ihr kennt dieſe heitere Kunſt, Mylord, und liebt ſie, geht an das Fenſter dort unten, wo der Prior ſteht; wir moͤgen an dieſen keine Frage richten, die weltliche Vergnuͤgungen be⸗ trifft, und darum ſollt Ihr uns ſagen, ob die Muſik und der Geſang werth ſind, gehoͤrt zu werden. Die Worte ſind, glaube ich, franzoͤſiſch; mein Bruder Al⸗ bany verſteht ſich nicht auf ſolche Sachen, daher ſollt hr, Vetter, uns ſagen, ob die arme Saͤngerin eine Belohnung verdient. Unſer Sohn und Lord Douglas

— 6*