Teil eines Werkes 
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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76 hier wohnte. Das Fenſter, uͤber dem Haupteingange zu den koͤniglichen Zimmern liegend, ſah auf den in⸗ nern Hof des Kloſters, der zur Rechten durch die lan⸗ ge, praͤchtige Kirche, zur Linken durch ein Gebaͤnde begraͤnzt wurde, in welchem ſich die Zellen, das Re⸗ fektorium, die Probſtei und andere Zimmer befanden. Dieſe ganze Parthie ſtand abgeſondert von dem Fluͤ⸗ gel, den der Koͤnig Robert mit ſeinem Hofſtaat ein⸗ nahm. Eine vierte Reihe von Gebaͤuden, deren aͤuſ⸗ ſere Facade gegen Morgen lag, beſtand aus einem großen Hoſpitium zur Aufnahme von Fremden oder von Pilgern, und aus den Magazinen fuͤr die großen Vorraͤthe, deren die prunkende Gaſkfreiheit der Do⸗ minikaner bedurfte. Ein hohes Gewoͤlbe fuͤhrte durch die oͤſtliche Facade in den innern Hof, es lag gerade dem Fenſter gegenuͤber, an welchem der Prior Anſelm ſtund, und er konnte durch die dunkle Halle ſehen und die Lichtſtrahlen bemerken, die durch das oͤſtliche Thor, das offen ſtand, in das Gewoͤlbe hineinfielen, aber wegen der Hoͤhe und Tiefe deſſelben konnte er das gegenuͤberliegende Portal nur undeutlich unterſchei⸗ den. Wir bitten unſere Leſer, ſich dieſe Oertlichkeiten zu merken, kommen aber fuͤr jetzt auf die Unterredung zuruͤck, die zwiſchen den beiden Prinzen ſtatt fand.

„Mein theurer Bruder,“ ſagte der Koͤnig und hielt den Herzog von Albany zuruͤck, der ſich herabbengte, um ihm die Hand zu kuͤſſen,„mein theurer Bruder, wozu dieſe Umſtände? Sind wir nicht beide Soͤhne Stuarts von Schottland und Eliſabeth Morès 2⸗

„Ich habe dgs nicht vergeſſen,« erwiederte der Her⸗ zog von Albalp, ſich aufrichtend,„aber ſelbſt bei der innigſten Vertraulichkeit mit meinem Bruder darf ich die Ehrerbietung nicht aus den Augen ſetzen, die ich dem Koͤnige ſchuldig bin.

„»Auch das iſt wahr, nur zu wahr, Robin!« ſagte der Koͤnig,„der Thron iſt wie ein hoher unfruchtba⸗