74 daß die Kirche, wenn ſie auf dieſe Weiſe Streitigkei⸗ ten niederſchlaͤgt, wie ſie es gewiß beabſichtigt, der geſchaͤftigen Haushaͤlterin gleicht, die den Staub auf⸗ regt, waͤhrend ſie das Zimmer ſcheuert.««
Der Prior wuͤrde eine Einwendung gegen dieſe Be⸗ merkung gemacht haben, aber die Thuͤre des Gema⸗ ches oͤffnete ſich und ein Kammerdiener meldete den Herzog von Albany.——
Zehntes Kapitel.
Wahrhaftig, wenn ich mit den Angelegenheiten, die mir ſo unordentlich auf den Hals kommen, fertig zu wer⸗ den weiß, ſo duͤrft ihr mich fuͤr ſehr geſchickt halten.
Shakeſpeare, Richard II.
Der Herzog von Albany hieß, wie ſein Bruder, der Koͤnig, ebenfalls Robert. Der Taufname des letztern war Johann geweſen bis er den Thron beſtieg; da jedoch aberglaͤubiſche Perſonen zu bedenken gegeben hat⸗ ten, daß waͤhrend des Lebens und der Regierung Jo⸗ hanns von England, Johanns von Frankreich und Jo⸗ hann Baliol's von Schottland das Ungluͤck ſich beſtaͤn⸗ dig an dieſen Namen geknuͤpft habe, ſo kam man uber⸗ ein, daß, um die ſchlimme Vorbedeutung zu entfer⸗ nen, der neue Koͤnig den Namen Robert annehmen ſollte, der durch das Andenken Robert Bruces Schott⸗ land ſo theuer geworden war. Wir bemerken dieſes, um den ſonderbaren Umſtand zu erklaͤren, daß in Ei⸗ ner Familie zwei Bruͤder denſelben Taufnahmen fuͤhr⸗ ten, was um jene Zeit gewiß eben ſo ſelten war, als heutzutage..
Der Herzog von Albany, gleichfalls bei Jahren, wie


