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zu geben, ohne daß waͤhrend dieſer Zeit an dte Un⸗ gluͤcklichen eine Frage gemacht wird; wollen ſie läͤnger bleiben, ſo muß der Grund, warum ſie ſich hieher gefluͤchtet haben, in die Kloſterbuͤcher eingetragen wer⸗ den und— wofuͤr unſerem Heiligen Dank geſagt ſey! dieſer Schutz rettet manche von der Strenge der Ge⸗ ſetze, die wir ihren Feinden und Verfolgern auszulie⸗ fern uns verpflichtet glanben koͤnnten, wenn wir wuͤß⸗ ten, welches Verbrechen ſie begangen haben.“
Waͤhrend der Prior ſo ſprach, ſchwebte dem Koͤnig ein freilich nur dunkler Gedanke vor, daß dieſe Frei⸗ ſtaͤtte, ohne unterſuchung bewilligt in den Gang der Gerechtigkeit in ſeinem Koͤnigreich ſtoͤrend eingreifen muͤſſe, allein er wies ihn als eine Eingebung des Satans zuruͤck und huͤtete ſich wohl, ſich ein einziges Wort entſchluͤpfen zu laſſen, das dem Prior haͤtte verrathen koͤnnen, daß er einen ſolchen gottloſen Ge⸗ danken auch nur einen Augenblick habe hegen koͤnnen. Im Gegentheile beeilte er ſich, dem Geſpraͤch eine andere Wendung zu geben.
„Die Sonne laͤuft heute ſehr langſam,“ ſagte er. „Nach der unangenehmen Nachricht, die ihr mir da mitgetheilt habt, haͤtte ich erwartet, daß die Herrn, die meinen Nath bilden, ſich mehr beeilen wuͤrden, um meine Befehle ruͤckſichtlich dieſer raͤthſelhaften Sache zu vernehmen. Ein ungluͤcklicher Stern hat mir ein Volk zu regieren gegeben, unter dem, wie es ſcheint, ich die einzige Perſon bin, welche Ruhe und Frieden wuͤnſcht.“
„Die Kirche wuͤnſcht immer die Ruhe und den Frieden,“ erwiederte der Prior, der es nicht einmal leiden mochte, daß ſich der niedergedruͤckte ungluͤckliche Monarch eine Bemerkung erlauben ſollte, ohne zu Ehren der Kirche eine Ausnahme zu machen.
„Wir wollen damit nichts anderes ſagen, Pater Prior,« verſetzte Robert,„Ihr werdet aber zugeben,


