70 ſchlugen und Beute davon trugen, als er das Schwert zog gegen die Fahnen des heiligen Petrus, des hei⸗ ligen Paulus und des heiligen Johannes von Beverley im Standartenkrieg, wie man ihn nennt bis auf die⸗ ſen Tag. Es war ein Gluͤck fuͤr ihn, daß ſeine Suͤnde, wie die des Koͤnigs, deſſen Namen er trug, des Sohns Iſai, ſchon auf dieſer Welt geſtraft und nicht aufgezeichnet wurde, um gegen ihn zu zeugen am juͤngſten Gericht.“«
„Ganz recht Prior, ganz recht, doch genug davon. Der heilige Stuhl ſoll, ſo Gott will, nichts zu kla⸗ gen haben. Bei unſerer Liebenfrau! nicht um die Krone, die ich trage, moͤchte ich die Suͤnde auf mich laden, unſerer Mutter der Kirche das geringſte Un⸗ recht zu thun. Wir haben immer gefuͤrchtet, die Au⸗ gen des Grafen von Douglas haͤngen zu ſehr an den zeitlichen Guͤtern dieſes hinfaͤlligen, vergaͤnglichen Le⸗ bens, um ſich, wie er ſollte, auf kuͤnftige Welt vor⸗ zuſehen.«
„Erſt noch vor ganz Kurzem, Sire, hat er ſich mit einer Truppe von 1000 Mann in dem Kloſter Aberbrothock eingelagert, und der Abt iſt genoͤthigt, ihm alles zu verabfolgen, was ſeine Reiter und Pferde beduͤrfen. Der Graf nennt dieß eine Gaſtfreiheit, an die er eine Anſprache habe, kraft der von ſeinen Vorfahren an dieſes Kloſter gemachten Schenkungen. Es waͤre wohl beſſer, den Douglas ihre Beſitzungen zuruͤckzugeben, als ſich Erpreſſungen gefallen zu laſ⸗ ſen, wie man ſie eher von der ungezaͤhmten Zuͤgel⸗ loſigkeit wilder Raͤuber von Hochland, als von einem chriſtlichen Baron erwarten ſollte.
„Douglas der Schwarze,« ſagte der Koͤnig mit einem Seufzer,„ſtammt von einem Geſchlechte, das keinen Widerſpruch vertragen kann. Doch, Pater Prior, ich mache es wohl ſelbſt ebenſo, denn ich bin ſchon ziemlich lange bei euch und mein Gefolge, wenn


