Teil eines Werkes 
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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Gleichſam inſtinktmäßig wandten ſich die Bürger, da von Sachen dieſer Art die Rede war, gegen Heinrich Gow und dieſer verſetzte:„Ich ſtehe dafür, 50 tapfere Leute ſollen in 10 Minuten, nachdem die Stadtglocke geläutet worden, zum Aufbruch gerüſtet ſeyn und 1000 nach Verfluß einer Stunde.“

„Gut,“ erwiederte der unerſchrockene Oberrichter, „und im Falle der Noth will ich mit allen meinen Leu⸗ ten, die ich aufbieten kann, der ſchönen Stadt zu Hülfe eilen. Für jetzt Freunde, laßt unn Pferde ſitzen!“

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Neuntes Kapitel.

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Es war am St. Valenkinstage gegen Mittag, als der Prior der Dominicaner im Beichtſtuhle ſaß, und der beichtete war ein Mann von nicht geringem Anſe⸗ hen. Es war ein freundlicher Greis; die Farbe der Geſundheit prangte auf ſeinen blühenden Wangen, de⸗ ren unteren Theil ein weißer, ehrwürdiger Bart be⸗ ſchattete, welcher ihm bis auf die Bruſt herabreichte. Seine großen, blaßblauen Augen und ſeine breite, hohe Stirne drückten eine gewiſſe Würde aus, die aber ge⸗ eigneter ſchien, freiwillig dargebrachte Huldigungen zu empfangen, als ſie zu erzwingen. Der Ausdruck ſeiner Geſichtszüge war ſo voll Güte, daß ſie beinahe eine Einfalt zu verrathen ſchien, die ihn wehrlos machte, oder eine Charakterſchwäche, die ihn unfähig machte,