Teil eines Werkes 
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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„Meiner Treu! Sir Patricius, er mußte wohl, da er von ſeinen Obern Befehl hatte, ſich ruhig zu verhalten.“

„Nun, wenn Ihr ruhig geblieben ſeyd, ſehe ich nicht ein, warum ich es nicht eben ſo machen ſollte, um ſo mehr, da Meiſter Olivier Proudfute, wenn er ſchon anfangs den Kürzern zog, ſeine Ehre und die der Stadt gerettet hat, wie er uns eben erzählt. Doch— hier kommt der Wein, füllt die Becher bis an den Rand, und kredenzt ſie meinen Gäſten. Auf's Wohl St. Johns⸗ toune's! ſeyd willkommen, Ihr alle meine ehrenwerthen Freunde! und jetzt nehmt Platz am Tiſche, denn die Sonne ſteht ſchon hoch und es muß ſchon lange her ſeyn, daß Ihr den Frühtrunk genommen habt, Ihr fleißigen Leute.“

„Vor allem, Mylord Oberrichter,“ ſagte der Vogt, „erlaubt mir, Euch die dringende Urſache vorzutragen, die uns vor Euch führt, denn wir haben ſie Euch noch nicht vorgelegt.“

„Laßt das Vogt, bis Ihr einige Erfriſchungen zu Euch genommen habt.— Eine Beſchwerde gegen die Knechte eines Edeln, die in den Straßen der Stadt Ball geſpielt haben oder eine andere Sache der Art?“

„Nein, Mylord!“ antwortete Craigdallie mit Nach⸗ druck und Feſtigkeit,„gegen die Herrn ſelbſt haben wir Beſchwerde zu führen. Sie ſind es, die mit der Ehre unſerer Familien Ball ſpielen, und mit den Schlafkam⸗ mern unſerer Töchter eben ſo wenig Umſtände machen, als wenn ſie in einem verrufenen Haus in Paris wä⸗ ren. Eine Truppe Nachtſchwärmer, Hofjunker, Leute