29 nach Kinfauns zu begeben, und dort ihre Klagen vor⸗ zubringen.
Der erſte, der ſich einfand, war Simon Glover, auf einem friedlichen Zelter, der ſchon einigemal die Ehre gehabt hatte eine ſchönere, leichtere Bürde in der Perſon ſeiner reizenden Tochter zu tragen. Ein Man⸗ tel verhüllte ihm den untern Theil des Geſichtes, ſey es, um ſeinen Freunden die aijän zu geben, ſie ſollten ihn, während er durch die Straßen ritt, durch keine Frage aufhalten, ſey es vielleicht wegen der Kälte, die gerade eingetreten war. Auf ſeiner Stirne war eine gewaltige Unruhe zu lefen, als wäre ihm die Sa⸗ che, in die er ſich verwickelt ſah, immer ſchwieriger und gefährlicher vorgekommen, je mehr er ſie ſich aus⸗ einander ſetzte. Nur durch eine ſtillſchweigende Geberde grüßte er ſeine Freunde, als dieſe am bezeichneten Orte zu ihm ſtießen.
Ein kräftiger Rappe von d der alten Race von Gallo⸗ woy, klein— er maß nicht über vierzehn Fäuſte— aber mit hohen Schultern und ſtarken, wohlgewachſe⸗ nen Gliedern trug den tapferen Waffenſchmied an das öſtliche Thor. Ein Kenner hätte in dem Auge dieſes Thieres einen Funken der Falſchheit merken können, die ſich nicht ſelten mit der kräftigſten, ausdauerndſten Geſtalt paart, aber das Gewicht des Reiters, ſeine geſchickte Hand und die Art, wie er ſich im Sattel hielt, ſo wie die Erfahrung, die das Pferd erſt vor Kurzem während einer langen Reiſe gemacht hatte, hatten ſeine Widerſpenſtigkeit, wenigſtens für den Au⸗


