„Verzeiht,« fuhr er fort,„ich bin nur ein armer Apotheker; indeſſen bin ich in Paris erzogen worden, habe dort ſtudirt und meinen Cursus medendi durch⸗ gemacht, ſo gut als gewiſſe Leute, die ſich den Titel gelahrter Doktoren anmaßen: ich glaube, ich kann dieſe Wunde ſondiren und erweichende Pflaſter darauf legen. Unſer Freund Simon Glover hier, iſt, wie ihr alle wißt, ein ehrenwerther Mann. Meint ihr, er würde bei einer Sache, die die Ehre ſeines Hauſes ſo nahe angeht, nicht am eifrigſten unter uns auf ſtrenge Maß⸗ regeln dringen? da es ihm aber, wie es ſcheint, nicht darum zu thun iſt, eine Anklage gegen die Nachtſchwär⸗ mer zu erheben, ſo beſinnt euch, ob es nicht möglich ſey, daß er ſeine beſondern Gründe habe, die er nicht preiß geben mag, die Sache auf ſich beruhen zu laſſen. Mir ſteht es nicht zu, Hand an dieſe Wunde zu legen, aber, ach! wir wiſſen alle, daß junge Mädchen zu den Eſſenzen gehören, die leicht verdunſten. Nun denkt euch, eine ehrſame Dirne, laſſe, verſteht ſich in aller Unſchuld, am Morgen von St. Valentin ihr Fenſter halb offen, damit ein verliebter Kavalier, verſteht ſich in allen Ehren, ihr Valentin werden könne; denkt auch
ſodann, der Galan werde entdeckt,— kann ſie nicht
einen Schrei thun, als hätte ſie dieſen Beſuch nicht erwartet und.... und.... ſtoßt das Alles in einem Mörſer, und ſeht hernach, ob das, was herauskömmt, von der Art iſt, daß es die Stadt veraulaſſen könnte, gegen irgend jemand Beſchwerde zu führen.“
Mit dem einſchmeichelnſten Tone brachte der Apothe⸗


