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12 den vor den Herzog von Rothſay bringen,“ fuhr Si⸗ mon fort,„und dieſer junge, ausſchweifende Prinz wird die Beſchimpfung als herrlichen Stoff für die Scherze ſeiner luſtigen Genoſſen und für die Lieder ſei⸗ ner Minſtrel's anſehen.“
„Weg mit Rothſay! er iſt zu zerſtreut, um unſer Richter zu ſeyn!“ riefen alle Bürger. 4
Simon wurde beherzter, als er ſah, daß er dem er⸗ wünſchten Ziele näher kam; jedoch ſprach er mit leiſer Stimme den folgenden gefürchteten Namen:„Würdek ihr's lieber mit Douglas dem Schwarzen zu thun ha⸗ ben?“.
Eine Minute verfloß, ohne daß jemand antwortete. Mit bleichen Wangen und verlegnen Geſichtern ſahen die Bürger einander an.— Aber Heinrich Gow ſprach beherzt und gab mit feſter Stimme den Gefühlen Worte, die Alle beſeelten, die aber keiner auszudrücken wagte.
„Douglas den Schwarzen zum Richter zwiſchen ei⸗ nem Bürger und einem Edlen, einem großen Herrn! da möchte ich einmal zuſehen! Lieber den ſchwarzen Teu⸗ fel der Hölle! ihr ſeyd ein Narr, Vater Simon, daß ihr eine ſolche Frage an uns macht.“
Es trat wieder eine augenblickliche Stille ein, durch die Furcht und Ungewißheit veranlaßt, die der Vogt Craigdallie endlich unterbrach, indem er, mit einem ausdruckvollen Blick auf den Waffenſchmied gegen die⸗ ſen bemerkte:„Euer Unterwamms, Nachbar Smith, gibt euch dies Vertrauen, ohne das ihr nicht ſo dreiſt ſprechen würdet.“


