11 derern Rang als den Fuͤrſten und Edlen angewieſen, aber es iſt wider die Vernunft, anzunehmen, wir werden es dulden, daß man unſre Haͤuſer ſtuͤrmt und die Ehre unſrer Weiber und Toͤchter antaſtet, ohne daß wir Genugthuung dafuͤr erhalten.“
„Das kann man nicht dulden!“ riefen einmuͤthig alle Buͤrger.
Jetzt draͤngte ſich Simon Glover vor; alle ſeine Zuͤge verriethen Verlegenheit und Unruhe.„Ich bin immer noch der Meinung,“ ſprach er,„daß man keine ſo ſchlimme Abſichten hatte, als wir glauben konnten, und was mich betrifft, ſo wuͤrde ich die Unruhe und den Laͤrm, deren Schauplatz dieſe Nacht mein armes Haus war, gerne nachſehen, um den Unannehmlichkeiten zu begegnen, die aus dieſer Sache fuͤr unſre gute Stadt entſtehen koͤnnten. Bedenkt, ich bitte euch,— welches ſind die Richter, die daruͤber erkennen werden? Ich ſpreche unter Nachbarn, unter Freunden und alſo zu offenen Herzen. Der Koͤnig, Gott ſchuͤtze ihn!— iſt ſo geſchwaͤcht an Koͤrper und Geiſt, daß er uns zu einem ſeiner Raͤthe ſchicken wird, zu einem großen Herrn, der gerade bei ihm in Gnade ſteht. Vielleicht ſchickt er uns zu ſeinem Bruder, dem Herzog von Albany, der von unſerm Geſuche um Gerechtigkeit einen Vorwand nehmen wird, uns Geld abzupreſſen.“
„Wir wollen Albany nicht zum Richter!“ rief wie⸗ der die ganze Verſammlung mit einmuͤthiger Stimme.
„Vielleicht ſagt er uns, wir ſollen unſre Beſchwer⸗


