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aber auch— wie dies aus ſeinen früheren Thaten noth⸗ wendig hervorging, eben ſo viele Todfeinde hatte, von denen er, wie er wohl wußte wenig Schonung zu er⸗ warten hatte, wenn ſie Gelegenheit fanden, ihn mit Vortheil anzugreifen. Er trug daher unter ſeinen Klei⸗ dern ein Panzerhemd, das ſo leicht und geſchmeidig war, daß es ihn in ſeinen Bewegungen eben ſo we⸗ nig hinderte, als eine Unterweſte, wie wir ſie heut zu Tage tragen; demungeachtet durfte er ſich darauf verlaſſen, denn er hatte die Ringe deſſelben eigenhän⸗ dig gearbeitet, und aneinander gefügt. Ueber dieſer Rüſtung trug er, wie die übrigen Bürger ſeines Al⸗ ters, die Beinkleider und das Wamms der Niederlän⸗ der, die dem Feiertage zu Ehren, vom feinſten engli⸗ ſchen Tuche, blaßblau, mit ſchwarzem Tafft ausge⸗ ſchlitzt und mit einer Stickerei von ſchwarzer Seide ausgenäht waren. Seine Stiefeln waren von Korduan⸗ Leder, und ſein Mantel, von gutem, grauem, ſchotti⸗ ſchen Tuche diente dazu, ein kurzes Schwert, das in ſeinem Gürtel ſtack, zu verdecken. Dies war ſeine ein⸗ zige Angriffs⸗Waffe, denn in der Hand trug er blos eine Stechpalme. Seine Mütze von ſchwarzem Sammt war mit Stahl ausgeſchlagen, und zwiſchem dem Me⸗ kalle und ſeinem Kopfe mit Wolle ausgefüttert, ſo daß er dadurch völlig geſchützt war..
Im Ganzen erſchien Heinrich, was er auch wirklich war, als ein reicher Bürger, der Achtung verdiente und ſich durch ſeine Kleidung ein Anſehen gab, ſo gut er konnte, ohne ſich über ſeinen Stand zu erheben, und in den des Adels einzugreifen. Er hatte ein offenes, entſchloſſenes Ausſehen; wenn aber auch ſein Beneh⸗ men verrieth, daß er keine Gefahr fürchtete, ſo hatte es doch durchaus keine Aehnlichkeit mit dem der Rauf⸗ bolde und Prahler dieſer Zeit, mit welchen man Hein⸗ rich manchmal, jedoch mit Unrecht, verwechſelte, weil man ſeine häufigen Händel einem heftigen Charakter
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