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Pater Klemens ihr Beichtvater wäre, da dies der alte Franziskus, ein Dominikaner, iſt, der ihr hxute die Abſolution ertheilt hat Allein die Weiber ſind manch⸗ mal eigenwillig, und es iſt gewiß, daß ſie öfter als ich wünſchte, mit Pater Klemens Berathſchlagung hält. Und doch iſt er mir ſelbſt, ſo oft ich ihn geſprochen habe, ſo tugendhaft und fromm erſchienen, daß ich ihm gerne das Heil meiner Seele auvertrauen wollte. Es ſind ſchlimme Gerüchte über ihn bei den Dominikanern im Umlauf, das iſt wahr; aber was geht das uns Laien an, mein Sohn? Leiſten wir unſrer heil. Mutter Kirche, was ihr gebührt, geben Almoſen, beichten, thun die Buſe, die uns auferlegt wird, und die Heiligen werden mit uns ſeyn.
„Ohne Zweifel, und werden nicht unerbittlich blei⸗ ben, wenn ein Mann ſeinem Gegner, der in Ver⸗ theidigungsſtand vor ihm ſteht, einen unalüaellchen Hieb beibringt; das iſt das einzige Glaubensbekenntniß mit dem ein Mann in Schottland leben kann, Eure Toch⸗ ter mag darüber denken, wie ſie will. Alle Welt! ein Mann muß das Fechten verſtehen, oder ſein Leben iſt nur ein Pacht auf kurze Friſt, in einem Land, wo die Hiebe ſo dicht fallen. Fünf Roſenobel*) haben mir für den beſten Mann, mik dem mir ein Unglück wieder⸗ fuhr, Ablaß verſchafft.«
„»Leeren wir unſere Flaſche vollends, denn die Glocke auf dem Thurm der Dominikaner hat ſchon 12 Uhr geſchlagen. Noch hab⸗ ich dir etwas zu ſagen mein Sohn Heinrich; ſey mit Tagesanbruch vor dem Fenſter an dem Hauſe, das gegen Morgen ſieht, und gieb mir von deiner Ankunft ein Zeichen, indem du leiſe den Schmids⸗ marſch pfeifſt. Ich will es ſo veranſtalten, daß Ka⸗ ——
*) Eine engliſche Goldmuͤnze, deren Gepraͤge ein Schiff mit einer Roſe vorſtellt; nach unſerem Gelde etwa 5 Thaler 20 Groſchen. A. d. Ueb.
Walter Scott's Werke, 1518 Boͤchn. 6


