156 bindung mit der uͤberirdiſchen Welt, als die war, vertau⸗ ſchen, die ſie aus den Sagas heidniſcher Barden, oder den Geſichten ſpaͤterer Reimer kennen lernen konnte. Dieſer Geſinnungsaͤnderung dankte ſie die Staͤrke, welche ſie nach⸗ mals bewaͤhrte, als ſie nach mehreren Nachrichten von Cleveland's ehrenvollen und tapferen Thaten, mit Erge⸗ bung, ja ſelbſt mit dem Gefuͤhl einer mit Trauer gemiſch⸗ ten Beruhigung, die las, daß er, bei einer kuͤhnen und zehrenvollen Unternehmung, wo er an der Spitze ſtand, und die von eben den Begleitern, denen ſeine entſchiedene Tapferkeit die Bahn gebrochen hatte, gluͤcklich ausgefuͤhrt wurde, gefallen ſey. Bunce, ſein ſchwaͤrmeriſcher Beglei⸗ ter im Guten, wie fruͤher im Boͤſen, uͤberſandte Minna eine Nachricht von dieſem traurigen Ereigniß. Die Ab⸗ faſfung derſelben bewies, denn wenn gleich ſein Kopf ſchwach war, daß ſein Herz doch nicht durch das ſchrankenloſe Leben, das er eine Zeit lang gefuͤhrt hatte, gaͤnzlich ver⸗ dorben worden ſey, oder daß es wenigſtens bei der Um⸗ wandelung ſich gebeſſert habe. Daß ihm ſelbſt, bei⸗ dem⸗ ſelben Gefecht, Ehre und Beforderung zu Theil geworden, ſchien fuͤr ihn, im Vergleich mit dem Verluſt ſeines alten Capitaͤns und Kameraden, wenig Gewicht zu haben*).
*) Wir haben, mit Gewißheit, nichts über Bunce's fernere Schickſale in Erfahrung briagen können; unſer Freund, Dr. Dryasduſt, glaubt jedoch, daß er der alte Herr geweſen ſey, der zu Anfang der Regierung Georg I. regelmäßig in s
Kaffeehaus zur Roſe kam, alle Abend in das Schauſpiel gieng
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