131 Allein die Befeble, welche der Offizier empfangen hatte, waren unbedingt, und er fuͤgte hinzu, daß es Capitain Wea⸗ therport's Plan ſey, die uͤbrigen Gefangenen an das Land bringen, und ſie ſämmtlich, mit einer binlaͤnglichen Bede⸗ ckung, quer über die Inſel nach Kirkwall za ſchicken, damit ſie dort von der buͤrgerlichen Obrigkeit vernommen wuͤrden, ehe man ſie nach London abſendete, um von dem Admirali⸗ taͤts⸗Gerichtshofe ihr Urtheil zu emofangen. Es dlieb alſo Magnus nichts weiter ubrig, als ſich dafär zu verwenden⸗ daß man Clevekand gut behandeln, und ihn nicht feiner Kleider und Sachen berauben moͤge, was auch der Offizier, auf den ſein gutes Aeuseres Eindruck machte, und der ſel⸗ ne Lage bemitleidete, willig verſprach. Der ehrliche Udal⸗ ler haͤtte gern Cleveland ſelbſt etwas zum Troſte geſagt, allein er konn“e keine Worte dazu finden, und ſchüttelte nur ſchwelgend den Kopf.
„Alter Freund,“ ſagte Cleveland:„Ihr habt ſo ge⸗ gruͤndete Urſach zur Klage uͤber mich— und doch bedau⸗
ert Ihr mich, ſtatt Euch uͤber meinen Fall zu freuen.—
Euer und der Eurigen wfllen, werde ich nie wieder einem menſchlichen Weſen Leid zufuͤgen. Nehmt dieß hin— mei⸗ ne letzte Hoſfnung, aber auch meine letzte Verſuchung.— „Mit dieſen Worten zog er ein Taſchenpiſtol aus dem Bu⸗ ſen, und gab es Magaus Troil.„Gedeukt meiner bei— doch nein— es ſoll niemand mehr meiner gedenken.— Ich bin Ihr Gefangener,“ ſagte er zum Offizier.
Ich ebenfalls, ſagte der arme Bunce, und deklamirte mit einer theatraliſchen Gebehrde, und nicht ſehr bemerkba⸗ ren Erſchuͤtterung der Stimme, Pierre's Worte:
3 9.
———


