ſchuld geſellen. Minna Troil, Du ſi
ihrer Gefangennehmung und deren Folgen. Cleveland hob
ſeine Augen und Haͤnde zum Himmel, voll Dank fuͤr die
gluͤckliche Befreiung aus den Händen ſeiner boͤſen Gefaͤhr⸗ ten, und fuͤgte dann haſtig hinzu: aber Du haſt Recht, Minna, ich muß auf jeden Fall fliehen, Deines Vaters we⸗ gen muß ſch fliehen. So ſcheiden wir denn alſo hier— doch, wie ich hoffe, nicht auf immer.
„Auf immer!“— antwortete eine Stimme, welche wie aus einem Grabesgewoͤlbe ertoͤnte.
Sie fuhren auf, blickten umher und ſahen dann ein⸗ ander an. Es ſchien, als ob das Echo des Gebaͤudes, Cle⸗ veland's letzte Worte wiederholt haͤtte, allein die Ausſprache war zu nachdruͤcklich betont.
„Ja! auf immer!“ ſagte Norna von Fitful⸗Head, n⸗ dem ſie hinter einem der ſtarken ſaͤchſiſchen Pfeiler hervor⸗ trat, welche die Decke der Kathedrale tragen.„Hier tref⸗ fen ſich der blutrothe Fuß und die blutrothe Hand,— wohl Euch Beiden, daß die Wunde gehellt iſt, aus welcher das Blut kam— wohl fuͤr Beide, aber am beſten fuͤr den, welcher es vergoß. Hier alſo trefft Ihr Euch— und trefft Euch zum letzten Male!“
Nein, ſagte Cleveland, als ob er ſo eben Minna's Hand ergreifen wollte: mich von Minna loszureißen, waͤh⸗ rend noch ein Funke des Lebens in mir iſt, kommt nur ihr ſelbſt zu.
„Hinweg!“ ſagte Norna, indem ſie zwiſchen Beide trat:„hinweg mit dieſer eitlen Thorheit!— gebt keinen leeren Traͤumen von kuͤnftigem Wiederſehen Raum— Ihr ſcheidet hier und auf immer. Der Falke kann ſich nicht mit der Taube paaren— die Schuld darf ſich nie zur Un⸗ ehſt dieſen kuͤhnen Ver⸗
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