48 groͤßte Beſorgniß gehabt hatte, daß das Getraͤnk die thie⸗ riſchen Leidenſchaften dieſer Verwegenen reizen moͤchte,
war ſo ſehr über die Menge erſtaunt, welche er ſie zu ſich nebmen ſah, daß er nicht umhin konnte, ſein Erſtaunen
1 daruͤber gegen Bunce ſelbſt zu aͤußern, der, bei aller ſeiner
Wildheit, doch der Artigſte und Umgaͤnglichſte von Allem war, und den er vielleicht durch ein Compliment ſich ge⸗ neigt zu machen dachte, deſſen Groͤße alle guten Trinker 4 anerkennen.
„Bei den Gebeinen Sankt Magnus!“ ſagte der Udal⸗ ler:„ich dachte, ich trinke meine Kanne, wie ein Ehren⸗ mann, aber wenn man Euere Leute, Capitain, zu ſich neh⸗ men ſieht, ſo ſollte man glauben, ihre Magen waͤren ſo bodenlos, wie das Lech von Laifell auf Foula, das ich ſelbſt mit einer Leine von hundert Klaftern gelothet habe.“
„Bei unſerer Lebensweiſe,“ antwortete Bunce:„giebt (es keine Graͤnze, als bis der Dienſt ruft, oder bis das Faß ausgetrunken iſt.“ „Auf mein Wort,“ ſagte Claudius Halcro:„ſch glau⸗ be, daß Jeder von Eueren Leuten den großen Humpen von Scapa austrinken koͤnnre, welcher immer dem Biſchof 5 von Orkney, ſchweppendvoll mit dem beſten Bummock, der je gebraut worden, gefuͤllt, dargereicht wurde.“ „Wenn das Trinken ſie zu Liſchoͤfen machen koͤnnte,“ ſagte Bunce:„ſo würde meine ganze Mannſchaſt aus geiſt⸗ lichen Herren beſtehen; da ſie aber weiter keine geiſtlichen Eigenſchaften haben, ſo wuͤnſche ich nicht, daß ſie ſich heute betrinken moͤgen; wir wollen alſo dem Trinken durch ein Lied ein Ende machen.“ „Und ich wäll es ſingen, bei—!“ ſagte oder fluchte Dick Fletcher, und fieng ſogleich das alte Lied an:


