16
und Beinkleider, eine reich geſtickte Sammtmüuͤtze, mit ei⸗ ner Feder, weiße ſeidene Struͤmpfe und Schuhe mit rothen Hacken gekleidet, die modiſchſte Tracht unter den Weltleu⸗ ten der damaligen Zeit. An einer goldenen Kette, die er mehreremale um den Hals geſchlunen hatte, hing eine Pfeife, von eben vieſem Metall, das Zeichen ſeiner Wuͤrde. Vor allem aber trug er einen Schmuck, welcher dieſen kuͤh⸗ nen Raͤubern eigenthuͤmlich war, naͤmlich, auſſerdem einen oder zwei Paar Piſolen, die ſie gewoͤhnlich im Guͤrtel hat⸗ ten, zwei andere Paare von dem ſchoͤnſten Beſchlage und Arbeit, welche in einer Art von hochrother Schaͤrpe oder Band, uͤber die Schulter hingen. Das Heft und der Be⸗ ſchlag des Degens des Capitaͤns, waren von aͤhnlichem Werth, wie ſeine uͤbrige Ausſtattung, zu weicher ſein natuͤr⸗ lich guter Anſtand ſo wohl paßte, daß, als er auf dem Verdeck erſchien, er mit einem allgemeinen Freudengeſchrei von der Schiffsmannſchaft empfangen wurde, die, wie es gewoͤhnlich bei dem Volke geſchieht, vorzuͤglich nach dem Auge urtheilte.
Cleveland nahm, unter andern, auch ſeinen Vorgaͤnger im Amte, Goffe, mit in das Boot, der ſebhr reich gekleidet war, aber, da er nicht den Vortheil des Aeußeren, wie Cleveland, beſaß, ſich wie ein Bauer im Kleide eines Hof⸗ manns, oder vielmehr wie ein gemein ausſehender Buſch⸗ klepper in den geraubten Kleidern eines von ihm Ermor⸗ deten ausnahm, und deſſen Anſpruͤche auf das Eigenthum ſeiner Kleider, in den Augen aller derer, die ihn anſehen, durch das Gemiſch von Plumpheit, Gewiſſensbiſſen, Grau⸗ ſamkeit und Unverſchaͤmtheit, welches ſich in ſeinen Zuͤgen ausſpricht, doppelt verdaͤchtig werden. Cleveland nahm wahrſcheinlich Goffe deswegen mit ſich an's Land, unn d49
3


