Teil eines Werkes 
113. Band, Der Pirat : 4. Theil (1828) The pirate
Entstehung
Einzelbild herunterladen

106

ſchleßt und ſticht unter der Mannſchaft umher, und hat außerdem hier mit den Leuten ſolche Haͤndel angefangen, daß ſie uns nur mit Muͤhe noch Waſſer und Lebensmittel geben, und wir jeden Tag erwarten, daß es zum offe⸗ nen Bruche kommen wuͤrde.“

Da Bunce keine Antwort erhielt, ſo wandte er ſich ſchnell zu ſeinem Kameraden herum, und rief, da er deſ⸗ ſen Aufmerkſamkeit auf eine ganz andere Art beſchaͤftigt fand, aus:„was, Teufel! iſt denn das mit Euch? Was koͤnnt Ihr nur an allen den elenden kleinen Dingern ſe⸗ hen, die mit Srockfiſch und Leng und geräucherten Gaͤnſen, und mit Faͤſſern Butrer, die ſchlechter als Talg iſt, beladen ſind— wabrhaftig alle ihre Ladungen zuſammen ſind nicht einen Scuß Pulver werth. Nein, nen, gebt mir ſolche Jagd, wie ich ſie, vom Maſtkorb, auf der Hoͤhe von Trinidad, ſehen kann. Da kommt ein Don der tief im Waſſer geht, wie ein Nordkaper voll geladen mit Rum Zucker, und Ballen Taback, und das Uebrige, nichts als Barren, Moldores und Goldſtaub: man ſetzt alle Segel bei, das Verdeck wird leer gemacht, ein Jeder ſtellt ſich an Poſten, der luſtige Roger wird aufgehißt*)— wir kommen naͤher— und ſehen, daß das Schiff gut be⸗ mannt und bewaffnet iſt.“

1 a)tis Kanonen auf dem Unterdeck, ſagte Cleve⸗ and.

„Meinetwegen vierzig,“ entgegnete Bunce:„und wenn wir auch nur zehn fuͤhren— das hat nichts zu ſa⸗

*) So nannten die Piraten die Flagge, welche, mit mehreren ſchrecklichen Zeichen daran, um ihre Furchtbarkeit noch zu ver⸗ mehren, ihre Lieblingsfahne war.

—