8 denn es giebt mit Eurer Erlaubniß, Capitain Cleveland, manchen ehrlichen Capitain, der ſeinen Namen nicht gern neben ſeinem Titel bekannt werden laͤßt, und wenn wir nur wiſſen, was fuͤr einen Handel wir machen, ſo liegt wenig daran, mit wem es geſchieht.“
„Bryce Snailsfoot iſt ein vorſichtiger Mann,“ ſagte der Udaller lachend:„er weiß, daß ein Narr mehr fragen kann, als ein kluger Mann beantworten mag.“
„Ich habe in meinem Leben mit den ordentlichen Han⸗ delsleuten zu thun gehabt, und weiß, daß es zu nichts Nutz iſt, wenn man in jedem Augenblicke mit jemandes Namen herausplatzt, aber ich will dreiſt behaupten, daß dieſer Mann ein tuͤchtiger Befehlshaber iſt— und ein freigebiger dazu, denn alle Leute von ſeiner Mannſchaft ſind beinahe ſo gut gekleidet, als er— ſelbſt die Matro⸗ ſen beim Vormaſt haben ſeidene Schaͤrpen an: ich habe manche Dame eine viel ſchlechtere tragen und ſich dabei nichts Geringes duͤnken ſehen— und woes ſilberne Knoͤpfe, Schnallen und dergleichen Eitelkeiten betrifft, ſo iſt deren gar kein Ende.“.
„Dummkoͤpfe!“ brummte Cleveland zwiſchen den Zaͤh⸗ nen, und fuͤgte dann hinzu:„ſie kommen wohl oft ans Land, um ſich den Maͤdchen in Kirkwall in ihrem Staat zu zeigen?“
„Niemals: der Capitain laͤßt ſie ſelten an's Land ge⸗ hen, ohne den Boots mann mitgehen zu laſſen— ein ſo rauher Pechlappen, wie nur je einer ein Verdeck geſcheu⸗ ert hat, und Ihr koͤnnt eben ſo leicht eine Katze ohne Krallen, als ihn ohne ſeinen Pallaſch und ſeine zwei Paar Piſtolen finden: Jedermann hat vor ihm ſo große Furcht, als vor dem Befehlshaber ſelbſt.“


