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koͤnnen, als ſie den Gefaͤhrten ihrer fruͤhen Jugend vor ih⸗ ren Augen umzukommen im Bexgriff geſehen haͤtten.
Wie groß aber die Theilnahme geweſen ſeyn mochte, welche Mordaunt's Lage erregte, waͤhrend ſie doch ſo be⸗ denklich ſchten, ſo fing ſie doch an abzunehmen, ſobald er ſich wieder erholte; als er nun vollkommen wieder zur Be⸗ ſinnung gekommen, war nur Claundius Halcro mit zwei oder drei Andern noch bei ihm, und ungefaͤhr zehn Schritte davon ſtand Cleveland, ſein Haar und ſeine Kleider trie⸗ fend von Waſſer, und mit einem ſo eigenthuͤmlichen Aus⸗ drucke in ſeinen Geſichtzuͤgen, daß dieſer ſogleich Mordaunt's ganze Aufmerkſamkeit auf ſich zog. Es lag auf ſeinen Lip⸗ pen ein unterdruͤcktes Laͤcheln und ein Stolz in ſeinem Auge, welcher zugleich die Befreiung von einem peinlichen Zwange und etwas ausſprach, was an befriedigten Hohn graͤnzte. Claudius Halcro eilte, Mordaunt zu verkuͤndi⸗ gen, daß er Cleveland ſein Leben verdanke, und der Juͤng⸗ ling ſtand ſogleich von der Erde auf und trat, alle andern Empfindungen uͤber die der Dankbarkeit vergeſſend, auf ihn zu und reichte ihm die Hand, ſeinem Erhalter den waͤrm⸗ ſten Dank abzuſtatten. Erſtaunt blieb er aber ſtehen, als Cleveland, einen oder zwei Schritte zuruͤcktretend, die Arme uͤbereinanderſchlug und die dargebotene Hand zuruͤck⸗ wies. Auch Mordaunt trat nun ſeinerſeits zuruͤck, und betrachtete mit Erſtaunen die unangenehme Weiſe und den beinahe beleidigenden Blick, mit welchem Cleveland, der fruͤher gegen ihn eine, dem Anſchein nach ungezwungene,


