148 Wallfiſch fand, daß er auf allen Seiten von Untiefen um⸗ geben ſey, und zu gleicher Zeit den Zwang des Anker⸗ tanes um ſeinen Leib fuͤhlte, machte er krampfhafte Be⸗ wegungen, zu entwiſchen, die verbunden mit den von ihm ausgeſtoſſenen Toͤnen, welche tiefen und lauten Seufzern glichen, gewiß das Herz eines Jeden, das eines verſuch⸗ ten Wallfiſchfaͤngers ausgenommen, geruͤhrt haben wuͤr⸗ den. Die wiederholten Waſſerſtroͤme, welche er ausſpruͤtzte, waren jetzt mit Blut vermiſcht, und die Wellen, welche ihn umfloſſen, nahmen nach und nach dieſelbe hochrothe Färbung an. Unterdeſſen verdoppelten ſich die Angriffe ſeiner Gegner; beſonders aber ſtrengten ſich dabei Mer⸗ toun und Cleveland auf das Aeußerſte an, welche darin wetteiferten, wer die meiſte Herzhaftigkeit zeigen wuͤrde, ſich dem, in ſeinem Todeskampfe ſo fuͤrchterlichen Unge⸗ 4 thuͤm zu naͤhern, und ihm die tiefſte und toͤdtlichſte Wunde beizubringen.
Der Kampf ſchien endlich beinahe voruͤber zu ſeyn, denn, wenn gleich das Thier von Zeit zu Zeit noch ver⸗ zweifelte Anſtrengungen, ſich in Freiheit zu ſetzen, machte, ſo ſchien doch ſeine Staͤrke bereits ſo ſehr erſchoͤpft, daß, ſelbſt mit Huͤlfe der Fluth, welche unterdeſſen bedeu⸗ tend geſtiegen war, es ſich nun nicht mehr frei machen konnte.
Magnus gab jetzt das Signal, ſich dem Wallfiſche mehr zu naͤhern, indem er zugleich ausrief:„dicht heran, Jun⸗ gen, er iſt nun nicht mehr halb ſo toll,— nun, Herr


