wenn Du mir nur angeben willſt, worin ich Deiner ſchwe⸗ ſterlichen Liebe nuͤtzen kann, ſo ſollſt Du mich eben ſo be⸗ reit ſinden, mein Leben, wenn es noͤthig iſt, zu wagen, als ich wohl auf die Klippen hinausgeſtiegen bin, um den Eiern der Sestaube nachzugehen, und glanbe mir— was auch Deln Vater oder Du davon gehoͤrt haben magſt, daß ich die geringſten Gedanken von Mangel an Achtung oder Unfreundlis keit gegen Euch hegte— dieß iſt alles ſo falſch, als der hoͤlliſche Feind es nur erdacht haben koͤnnte.“ „Ich glaube es,“ ſagte Brenda, indem ſie ihm die Hand reichte:„ich glaube es, und mein Buſen iſt leichter nun, da mein Vertrauen zu einem ſo alten Freunde zu⸗ ruͤckgekehrt iſt. Wie Du uns helfen kaunſt, weiß ich nicht, allein es iſt, auf Norna's Rath, ja ich moͤchte ſagen, auf ihren Befehl geſchehen, daß ich Dir dieſe Eroͤffnung zu machen gewagt habe, und ich wundere mich ſelbſt beinahe,“ ſetzte ſie hinzu, indem ſie um ſich blickte:„daß ich den Muth gehabt habe, das Unternehmen durchzufuͤhren. Du weißt jetzt alles, was ich Dir uͤber die Gefahr ſagen kann, in welcher meine Schweſter ſchwebr. Habe ein wachſames Auge auf dieſen Cleveland, huͤte Dich aber, mit ihm in Streit zu gerathen, da Du, einem erfahrnen Soldaten ge⸗ genuͤber, gewiß den Kuͤrzeren ziehen muͤßteſt.“
„Ich kann nicht recht begreifen, wie das ſo gewiß der Fall ſeyn ſoll. Das weiß ich aber wohl, daß ich, bei den tuͤchtigen Armen und dem unverzagten Herzen, die mir Gott gegeben, und bei einer guten Sache dazu, mich vor einem Zwiſt mit Cieveland nicht fuͤrchte.“
„So vermelde, wenn es nicht Deiner felbſt willen ge⸗ ſchleht,“ ſagte Brenda:„Minna's wegen, meines Vaters
egen, melnermegen, unſer Aller wegen, allen Streit mit


