Teil eines Werkes 
111. Band, Der Pirat : 2. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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verlicher Uebel bekannt, allein wenn die Seele krank iſt, follten wir zum Arzte unſerer Seele gehen. 4 Norna hatte ſich langſam aus der gebuͤckten Stellung erhoben, in der ſie bisher geſeſſen hatte, endlich aber ſprang ſie auf, warf ihren Mantel zuruͤck, ſtreckte den Arm aus, und rief mit ſchaͤumender Lippe und blitzendem Auge, in einem Tone, der dem Schrey glich:Ich ſoll mit el⸗ nem Prieſter ſprechen, ſoll ihn aufſuchen! Willſt Du, daß der fromme Mann vor Schrecken des Todes ſey? Ich ſoll in einer chriſtlichen Gemeine erſcheinen! Willſt Du, daß das Dach auf die ſchuldloſe Verſammlung herabſtuͤrze, und ſich ihr Blut mit ihrer Andacht miſche? Ich, ich ſollte den Arzt der Seele aufſuchen! Soll der boͤſe Feind ſeine Beute offen vor Gott und Menſchen fodern? Die ungewoͤhnliche Bewegung der unglücklichen Spre⸗ chenden, leitete Mordaunt auf den Glauben hin, welcher in dieſem aberglaͤubiſchen Lande und zu jeuer aberglaͤubi⸗ ſchen Zeit allgemein angenommen war. Ungluͤckliche, ſagte er: wenn Du Dich wirklich mit der Maͤchten der Finſter⸗ niß verbuͤndet haſt, warum ſollt. Du nicht noch bereuen koͤnnen? Aber thue, was Du willſt, ich kann und darf, als ein Chriſt, nicht laͤnger in Deiner Naͤhe verweilen; und hier, nimm Deine Gabe hin, fuͤgte er hinzu, indem er ihr die Kette zuruͤckgeben wollte: Gutes kann mir nie dadurch werden, wenn nicht ſchon Boͤſes daraus entſtanden iſt. Sey ruhig und hoͤre mich, thoͤrichter Knabe, ſagte Norna ruhig, als ob ſie durch den Ausdruck des Schreckens und des Abſcheues, den ſie auf Mordaunts Geſicht be⸗ merkt, wieder zu ſich ſelbſt gekommen waͤre.Hoͤre mich, ſage ich Dir; ich gehoͤre nicht zu der Zahl derer, die ſich mit dem Feinde des Meuſchengeſchlechts verbuͤndet haben,