Teil eines Werkes 
111. Band, Der Pirat : 2. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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3 Bruderliebe iſt, gemiſcht hatte auch dieſe ſchienen ihn

vergeſſen zu haben. Es konnte ihm nicht unbekannt ſeyn, daß er, der allgemeinen Meinung von ganz Dunrossness, ja des ganzen Feſtlandes nach, alle Ausſicht hatte, der be⸗ guͤnſtigte Liebhaber Einer derſelben zu werden, und jetzt war er auf einmal ihnen ſo wenig geworden, daß er ſogar die Bedeutſamkeit eines gewoͤhnlichen Bekannten verloren hatte. Selbſt der alte Udaller, deſſen biederes und auf⸗ richtiges Gemuͤth ſich auch in der Freundſchaft beſtaͤndig ge⸗ jeigt haben ſollte, ſchien ſo veraͤnderlich als ſelne Toͤchter zu ſeyn, und der arme Mordaunt hatte zugleich das Laͤ⸗ cheln der Schoͤnen und die Gunſt des Maͤchtigen verloren. Dieß waren ſehr unangenehme Betrachtungen und er verdoppelte ſeine Schritte, um ihnen wo moͤglich zu ent⸗ gehen. Ohne genau auf den Weg Acht zu geben, ging Mor⸗ daunt raſch weiter in einer Gegend, wo weder Hecken, noch Mauern, noch Umzaͤunungen irgend einer Art, die Schritte des Wanderers aufhalten, bis er an eine ſehr einſame Stelle kam, wo, zwiſchen ſteilen, mit Haidekraut bewach⸗ ſenen Huͤgeln, welche jaͤh hinab bis an den Rand des Waſ⸗ ſers liefen, einer der kleinen Seen von ſuͤßem Waſſer lag, deren es ſo viele auf den ſhetlaͤndiſchen Inſeln giebt, und deren Muͤndungen die Quellen der Baͤche und Fluͤßchen bilden, welche das Land bewaͤſſern und die kleinen Muͤh⸗ len in Bewegung ſetzen, auf welchen die Einwohner ihr Korn mahlen laſſen.

Es war ein milder Sommertag; die Strahlen der Sonne waren, wie dieß auf Shetland nicht ungewoͤhnlich iſt, durch einen ſilberfarbenen Nebel gemildert und gebro⸗

gen, welcher die Athmoſphaͤre erfuͤllt und, den ſtarken Ge⸗

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