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Mit ſeinen gruͤnen, glaͤſernen Augen folgte er allen Bewegungen des jungen Mordaunt Mertoun, der, in tie⸗ fes Nachdenken verſunken, im Zimmer auf und ab zu ſchrei⸗ ten fortfuhr. Der Hauſirer, der wie Claudio dachte, daß wenn jemand niedergeſchlagen iſt, es ihm nothwendig an Gelde fehlen muß, legte indeſſen ſein Nachdenken ganz an⸗ ders aus, und redete ihn daher, nach einer abermaligen Pauſe, folgendermaßen an:„Ihr brauctt Euch über die Sache nicht zu betruͤben, Junker Mordaunt, denn obgleich ich von dem Capitaͤn meinen Preis fuͤr die Waare erhal⸗ ten habe, ſo werde ich doch es mit Euch als einem guten Freunde und Kunden, nicht ſo genau nehmen; ich will den Preis, ſo zu ſagen, nach Euerem Beutel einrichten, oder es auch mit der Bezahlung bis St. Martinstag, oder ſo⸗ gar bis Lichtmeß, anſtehen laſſen. Ich weiß zu leben Junker Mordaunt, der Himmel behuͤre mich, daß ich ir⸗ gend jemanden druͤcken ſollte, am wenigſten einen Freund, der mich ſchon oͤfter hat was verdlenen laſſen. Ja, ich will Euch auch wohl das Kleidungsſtuͤck fuͤr den Werth in Federn oder Seeotterhaͤuten, oder irgend einem andern Pelzwerk, laſſen. Niemand verſteht es beſſer, als Ihr, ſolche Waare zu bekommen, und ich habe Euch gewiß das allerbeſte Pulver verkauft. Ich weiß nicht, ob ich Euch ge⸗ ſagt habe, daß es aus der Kiſte des Kapitaͤn Plunkett war, der vor ſechs Jahren, mit der bewaffneten Brigg Mary, am Felſen von Unſt ſcheiterte. Er war ſelbſt ein ſehr gu⸗ ter Schuͤtz, und es war ein Gluͤck, daß die Kiſte trocken an das Ufer kam. Ich verkaufe es auch nur an gute Schuͤ⸗ tzen. Und ſo, wenn Ihr etwas habt, das Ihr gegen die Weſte vertauſchen wollt, ſo bin ich zum Tauſche bereit, denn Ihr werdet gewiß auf St. Johannis⸗Abend nach


