Teil eines Werkes 
111. Band, Der Pirat : 2. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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muntert, bis zur groͤßten Ausdehnung uͤbte, es als etwas ganz Natuͤrliches erſcheinen ließ, daß der Capitain bei der Famtlie blieb, bis er ſich fuͤr etwas Anderes entſchied. Indeſſen war es doch ſonderbar, daß er nicht nach einer der noͤrdlichen Inſeln gegangen war, um ſich nach dem an⸗ dern Schiffe zu erkundigen, oder daß er nicht lieber ſeinen Aufenthalt in Cerwick nahm, wohin Fiſcherfahrzeuge oft Nachrichten von den Kuͤſten und Haͤfen von Schottland und Holland brachten. Und warum ließ er nic⸗ die Kiſte ho⸗ len, die er in Jarlshof zuruͤckgelaſſen? Und dann, meinte Mordaunt, wuͤrde es doch der Hoͤflichkeit angemeſſen gewe⸗ ſen ſeyn, wenn der Fremde ihm etwas haͤtte ſagen laſſen, um zu beweiſen, daß er ſich ſeiner noch erinnere.

Dieſe Betrachtungen ſtanden mit anderen noch unan⸗ genehmeren in Verbindung, wozu ſich ebenfalls kein Schluͤſ⸗ ſel finden ließ. Bis zur Ankunft des fremden Mannes war nicht eine Woche vergangen, wo Mordaunt nicht einen freundlichen Gruß oder ein Andenken von Burgh⸗Weſtra erhalten haͤtte, und es fehlte nie an Vorwaͤnden, einen unausgeſetzten Verkehr zu unterhalten. Minna wuͤnſchte die Worte einer norwegiſchen Ballade, oder, fuͤr ihre Sammlungen, Federn, Eier, Muſcheln, oder Exemplare der ſelteneren Seegewaͤchſe zu haben; oder Brenda ſchick⸗ te ein Raͤthſel, das Mordaunt aufloͤſen, oder ein Lied, das er lernen ſollte; oder der ehrliche alte Udaller in ſehr roher Handſchrift, die man fuͤr eine alte Runen⸗Inſchrift haͤtte halten koͤunnen ſeinen herzlichen Gruß an ſeinen jungen Freund, ein Geſchenk dabei zu ſeiner Erquickung, und die ernſtliche Bitte, ſobald als moͤglich nach Burgh⸗ Weſtra zu kommen, und ſolange als moͤglich dort zu blei⸗ ben. Dieſe freundlichen Andenken wurden oft vermittelſt