Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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Das heißt wirklich eine ſehr dreiſte Behauptung, jun⸗ ger Mann, in Ruͤckſicht auf das, was in dieſem Augenblicke draußen vorgeht.

O, erwiederte Mordaunt, etwas verlegen; was mit der Fluth an das Land kommt, halten dieſe Leute fuͤr ihr rechtmaͤßiges Eigenthum. Man ſollte glauben, ſie haͤtten unter Sir Arthegal ſtudirt, der da ſagt:

Denn gleiches Recht in gleſchen Dingen ruht,

Und was der mächt'ge Ocean beſeſſen,

Was aus des Eigners Hand er riß in wilder Wuth, Was denen er entwand, die ſich mit ihm bemeſſen, Das gibt er, in der Fülle ſeiner Macht,

Als ein verlornes Gut, wem er es zugedacht.

Ich werde von nun an, dieſer Worte willen, mehr von Schauſpielen und Balladen halten, ſagte Capitaͤn Cleve⸗ land:und doch, ich habe ſte, zu meiner Zeit, auch gern gehabt. Aber das iſt eine ganz gute Lehre, und mehr als Einer wuͤrde wohl thun, ſeine Segel nach einem ſol⸗ chen Winde zu drehen. Was das Meer uns ſendet, iſt allerdings unſer. Indeſſen ſollten Eure guten Leute hier etwa der Meinung ſeyn, 1daß das Land ſie eben ſo gut wie die See mit Heimfaͤllen und unerworbenem Beſitz⸗ thum verſehen kann, ſo werde ich mich meines Hirſchfaͤn⸗ gers und meiner Piſtolen zu bedienen wiſſen. Wollt Ihr wohl meinen Kaſten in Eurem Hauſe gufheben, bis Ihr von mir hoͤrt, und mir einen Fuͤhrer verſchaffen, der mir den Weg zeige und mein Buͤndel trage?

Wollt Ihr zu Waſſer oder zu Lande gehen? fragte Mordaunt.

Zu Waſſer? rief Cleveland aus.Was? in einer.