Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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Der Fremde verneinte es.

Nun, ſagte Magnus:dann habt Ihr auch keinen Begriff von dem, was Ihr unternehmt. Wenn Ihr glaubt, daß es eine bequeme Rhede ſey, wie dieſe, wo das Haus am Ufer eines Sees von Seewaſſer liegt, wo die Haͤringe bis zu Eurer Thuͤre herankommen, ſo irrt Ihr Euch, mein Herz. In Jarlshof ſeht Ihr nichts als die wilden Wellen, welche uͤber die kahlen Felſen hinſtuͤrzen, und die Stroͤ⸗ mung von Sumburgh, welche in einer Stunde fuͤnfzehn Zeichen laͤuft.

So werde ich doch nichts von dem Strome der menſch⸗ lichen Leidenſchaften ſehen, ſagte Mertoun.

Ihr werdet nichts als das Gekraͤchz und Geſchrei der Kormorans, Puffins und Seemewen hoͤren, von Tages⸗ anbruch bis zum Sonnenuntergang.

Das laſſe ich mir gefallen, mein Freund, erwiederte der Fremde:wenn ich nur nicht das Geſchwaͤtz der Wei⸗ berzungen hoͤren muß. 5

Aha, ſagte der Norman:das kommt daher, weil Ihr in dieſem Augenblicke meine kleine Minna und Blenda mit Euerm Mordaunt im Garten ſingen hoͤrt. Nun, ich horche doch lieber auf ihre kleinen Stimmen, als auf die der Feldlerche, die ich einſt in Calthneß hoͤrte, oder die der Nachtigall, wovon ich geleſen habe. Was werden aber die Maͤdchen beginnen, wenn ihr Spielgefaͤhrte Mor⸗ daunt nicht mehr da iſt?

Sie müͤſſen ſich behelfen, antwortete Mertoun: Juͤnger oder aͤlter, werden ſie immer Spielgefaͤhrten ode Hintergangene ſinden; doch bie Frage iſt, Herr Troil, wollt