Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17

ſie geltend machen wollte, und ſein Menſchenhaß, oder ſeine Abneigung gegen die Geſchaͤfte oder den Verkehr des gewoͤhnlichen Lebens, ſprach ſich oft auch in allgemeinen Gegenſaͤtzen aus, welche, in Ermangelung von etwas Beſ⸗ ſerem, fuͤr Witz gelten mußten. Vor allem aber ſchien Herrn Mertonn's Gebeimniß undurchdringlich, und ſeine Gegenwart hatte alles das Auzlehende eines Raͤthſels, das man gern mehrere Male liest, weil man es nicht zu loͤſen vermag.

Aller dieſer empfehlungswerthen Eigenſchaften ungeach⸗ tet, war doch Mertoun's Charakter ſo ſehr von dem ſei⸗ nes Wirthes verſchteden, daß, nachdem jener eine Zeitlang auf des letztern Hauptbe ſitzung gewohnt, Magnus Troil ſich ſehr angenenm uͤberraſcht fuͤhlte, als eines Abends, nach⸗ dem ſie zwei Stunden, ohne ein Wort zu ſprechen, bei einander geſeſſen und Branntwein und Waſſer getrunken hatten d. h. Magnus den Geiſt und Merton das reine Element, der Gaſt ſeinen Wirth um die Erlaubniß bat, als ſein Paͤchter, den verlaſſenen Jarlsyof beziehen zu duͤr⸗ fen, der am Ende des Bezirks Dunroßnes gerade unter Sumburgh⸗Head liege.Auf dieſe Art werde ich ihn auf einmal los, ſagte Magnus zu ſich ſelbſt:und ſein Froͤh⸗ lichkeit toͤdtendes Geſicht wird nicht mehr der Flaſche im Wege ſeyn, wenn ſie im Kreiſe umhergeht. Indeß wird mich ſeine Entfernung doch ſchweres Geld koſten, denn ich muß nun Citronen kaufen, waͤhrend vorher ein Blick von ihm hinreichte, ein ganzes Meer von Punſch zu ſaͤuern.

Der wohlwollende Shetländer ſtellte indeß, eben ſo großmuͤthig als uneigennuͤtzig, Herrn Mertoun vor, daß er ſich in ſeinem neuen Aufenthalte ſehr einſam und unbehag⸗ lich fuͤhlen wuͤrde. In dem alten Hauſe, ſagte er, waͤren

W. Seort's Werke, CX. 2