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ſtehen. Niemand fragte ihn, woher er kaͤme, wohin er gienge, warum er einen ſo entlegenen Winket des Reichs heſuche, oder wie lange er bleiben wuͤrde. Er war ganz fremd, ſogleich aber draͤngte eine Einladung die andere, jedes Haus, das er beſuchte, war, ſo lange er darin blei⸗ ben wollte, wie ſein eigen, er war darin wie ein Mitglied der Familie, ohne zu bemerken oder bemerkt zu werden, und dieß ſo lange, bis er es fuͤr gut hielt, ein anderes Haus zu ſeinem Aufenthalte zu waͤhlen. Dieſe anſchei⸗ nende Gleichguͤltigkeir gegen Rang, Charakter und Eigen⸗ ſchaften des Gaſtes entſprang bei ſeinen wohlwollenden Wirthen keineswegs aus Theilnahmloſigkeit, denn die In⸗ ſelbewohner hatten ebenfalls ihr Theil natuͤrlicher Neu⸗ gierde, aber ihr Zartſinn hielt es fuͤr einen Eingriff in die Rechte der Gaſtfreundſchaft, Fragen zu thun, deren Be⸗ antwortung ihrem Gaſte vielleicht ſchwer oder unangenehm geweſen ſeyn duͤrfte, und anſtatt, wie es wohl in andern Laͤndern geſchieht, aus Herrn Mertoun etwas herauszulo⸗ cken, was er gern verſchwiegen geſehen haben wuͤrde, be⸗ gnuͤgten ſich die beſonnenen Shetlaͤnder damit, dasjenige begiertg aufzufaſſen, was im Laufe der Unterhaltung etwa entſchluͤpfen mochte.
Der Felſen in einer arabiſchen Wuͤſte gibt aber nicht ſpaͤrlicher Waſſer, als Herr Baſil Mertoun ſelbſt nur zufaͤl⸗ lige Aeußerungen vernehmen ließ, und die Hoͤflichkeit der Leute von Thule wurde gewiß nie auf eine haͤrtere Probe geſtellt, als hier, wo ſie fuͤhlten, daß die gute Lebensart es ihnen verbot, die naͤheren Verhaͤltniſſe eines ſo geheim⸗ nißvollen Mannes auszukundſchaften.
Was wirklich von ihm bekannt war, ließ ſich kurz zu⸗ ſammen faſſen. Herr Mertoun war nach Lerwick, das da⸗


