Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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ollte eine derlei Schnur doppelt genommen werden, bis auch dieſe brechen wuͤrde; und endiich ſollte ſie dreifach angelegt und von den Scharfrichtern aus Leibeskraͤften daran gezogen werden. Dieſes an Gow vollzogene Ur⸗ theil, erlitt er mit der groͤßten und dreiſteſten Stand⸗ haftigkeit. Am folzenden Morgen(27ſten May 1725) nachdem er die Zuruͤſtungen zu ſeiner Hinrichtung erblickt hatte, verließ ihn der Muth, und er ſagte dem Oberprofos, daß er nicht ſo viele Muͤhe gemacht haben wuͤrde, wenn er gewußt haͤrte, daß er nicht in Ketten aufgehangen wer⸗ de. Er wurde nun vor Gericht gefuͤhrt, verurtheilt und nebſt mehreren von ſeiner Schiffs mannſchaft hingerichtet.

Man behauptet, daß das junge Frauenzimmer, deren Liebe Gow zu gewinnen gewußt hatte, nach London gegan⸗ gen ſey, um ihn vor ſeinem Tode noch zu ſehen; weil ſie aber zu ſpaͤt kam, hatte ſie den Muth, zu verlangen, daß man ihr ſeinen entſeelten Leichnam zeige, deſſen Hand ſi ergriff und foͤrmlich das Eheverſprechen zuruͤcknahm, das ſie ihm gegeben hatte. Wuͤrde ſie dieſe Ceremonie unter⸗ laſſen haben, ſo waͤre ihr unfehlbar, nach der aberglaubi⸗ ſchen Meinung jenes Landes, der Geiſt ihres abgeſchiede⸗ nen Liebhabers erſchienen, wenn ſie ſich je mit einem le⸗ benden Freier wieder verlobt haͤtte. Dieſer Theil der Legende mag als ein merkwuͤrdiger Commentar zu der ſchoͤ⸗ nen Erzaͤhlung dienen, die die huͤbſche ſchottiſche Ballade

aufſtellt, welche mit den Worten beginnt: Es kam ein Geiſt an Margarethens Thüre u. ſ. w.

Der weitere Bericht uͤber jene Begebenheit ſagt auch, daß Herr Fea, der gewandte Mann, durch deſſen Bemuͤhungen