Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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eines jungen Frauenzimmers von Stand und Vermoͤgen in ſolchem Grade zu gewinnen, daß ſie ihm die Ehe verſprach. Der junge patriotiſch geſinnte James Fea von Cleſtron unternahm es, einen Plan zu entwerfen, um ſich des See⸗ raͤnbers zu verſichern, und fuͤhrte ſolchen mit eben ſo vie⸗ lem Muthe als Gewandtheit aus, was ihm vorzuͤglich da⸗ durch gelang, weil Gow's Schiff nahe beim Hafen von Calfſound, auf der Inſel Eda, auf's Ufer getrieben worden, nicht ferne von dem Hauſe, welches damals Herr Fea be⸗ wohnte. In den aufgebotenen ſchlauen Mitteln, deren ſich Herr Fea bediente, um ſich, mit Gefahr ſeines Lebens, des wohl bewaffneten und verzweifelten Schiffsvolkes zu bemaͤch⸗ tigen, wurde er ſehr weſentlich unterſtuͤtzt durch den Bei⸗ ſtand des Herrn James Laing, dem Großvater des verſtor⸗ benen Herrn Malcolm Laing, welcher als geiſtreicher und unterrichteter Geſchichtſchreiber Schottlands waͤhrend des 17ten Jahrhunderts beruͤhmt worden iſt.

Gow nebſt mehreren ſeiner Mannſchaft erlitten, laut Spruch des Obern Admiralitaͤts⸗Gerichtshofes, die Strafe, die ihre Verbrechen laͤngſt verdient hatten. Jener aͤußerte vor ſeinen Richtern eine große Verwegenheit und es erhellt aus dem Berichte eines Augenzeugen, daß ungewoͤhnlich harte Mittel angewandt werden mußten, um ihn zu elnem Geſtaͤndniſſe zu noͤthigen. Die ſich hierauf beziehenden Worte ſind folgende:Joh. Gow wollte nichts eingeſte⸗ hen, weswegen er vor die Schranken des Gerichtshofes gebracht wurde; der Oberrichter befahl, daß ſeine Dau⸗ men von zwei Maͤnnern mit einer Peitſchenſchnur ſo lange gequetſcht werden ſollten, bis ſolche entzwei braͤche; dann