113— derte Raſhleigh mit ſeiner gewohnten, unerſchuͤtterlichen Faſſung.„Leicht finden mich meine Freunde, noch leichter meine Feinde; Euer Benehmen zwingt mich, zu fragen, unter welche Klaſſe ich Herrn Franz Osbaldiſtone ſezen ſoll?“
nicht ſogleich gegen meinen Vater, Euern Wohlthaͤter gerecht werdet, und Rechenſchaft ablegt von ſeinem Eigenthum.“
„Und wem, Herr Osbaldiſtone, ſoll ich, ein Mitglied von Eures Vaters Handlungshauſe, Rechenſchaft ablegen von melnem Verfahren in dieſen Angelegenheiten, die in jeder Hinſicht mit melnen eigenen poͤllig eins ſind?— Ge⸗ wiß nicht einem jungen Mann, dem ſein ausgeſuchter Ge⸗ ſchmack fuͤr ſchoͤne Wiſſenſchaften ſolche Unterſuchungen wi⸗ derlich und unverſtaͤndlich macht.“
„Cuer Spott iſt keine Antwort; ich gehe nicht von Cuch, bis ich volle Auskunft habe uͤber Euern beabſichtigten Be⸗ trug.— Ihr ſollt mir vor Gericht folgen.“
„Das kann ich thun,“ ſagte Raſhleigh, und machte einige Schritte, als wolle er mich begleiten, blieb ater ploͤzlich ſtehen:—„Wollte ich thun, was Ihr von mir
haben wollt, ſo ſolltet Ihr bald erfahren, wer von uns bei⸗
„Unter Eure Feinde, unter Eure Todfeinde, wenn Ihr
den am meiſten Grund hat, den Richter zu fuͤrchten. Aber
ich wuͤuſche nicht, Euer Schickſal zu beſchleunigen. Geht, junger Mann, beluſtigt Euch an Euern poetiſchen Bildern, und uͤberlaßt die Geſchaͤfte des Lebens denen, die ſie ver⸗ ſtehen und zu lelten wiſſen.“ 4
Seine Abſicht war, gleube ich, mich zu reizen, und dieß gelang ihm:„Herr Osbaldiſtone, dieſer Ton ruhiger Unverſchaͤmtbeit ſoll Euch zu nichts helfen. Ihr muͤßt wiſ⸗ ſen, daß der Name, den wir beide tragen, nie Beſchimpfun⸗
W. Scott's Werke ClII. 8


