Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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84 uns allen ins Reine kommen wollt— wozu ich große Hoff⸗ nung habe, wenn Ihr da liegen bleibt im Gefaͤngniß von Glasgow. Nun, wenn Ihr Buͤrgſchaft judieio sisti finden koͤnnt, d. h. daß Ihr nicht aus dem Land fliehen wollt, ſondern vor unſern Gerichtshoͤfen erſcheinen, und Euern Buͤrgen loͤſen wollt, wenn Ihr geladen werdet, ſo koͤnnt

Ihr noch dieſen Morgen frei werden.“

„Herr Jarvie,“ ſagte Owen, wenn ein Freund ſich verbuͤrgen wollte, meine Freiheit würde zuverlaͤſſig nuͤtz⸗ lich angewendet werden, fuͤr das Haus ſelbſt und fuͤr alle, die damit in Verbindung ſtehen.“

„Nun wohl,“ fuhr Jarvie fort,„und ohne Zweifel koͤnnte ſo ein Freund hoffen, daß Ihr auf eine Ladung er⸗ ſcheinen, und ſeine Buͤrgſchaft loͤſen werdet.“

„Wenn nicht Krankheit oder Tod mich hindert, ſo werde ich es thun ſo gewiß, als zwei mal zwei vier machen.“

1„Nun gut, Herr Owen, ich habe kein Mißtrauen ge⸗ gen Euch, das will ich beweiſen, ja beweiſen will ich's. Ich

bin ein ſorgſamer Mann, wie man wohl weiß, und jeißia, wie idie ganze Stadt bezeugen kann; ich weiß, wie ich mein Geld gewinnen, wie ichs zuſammenhalten, wie ichs berechnen muß, ſo gut, als einer auf dem Salzmarkt oder auch in der Galgenſtraße. Und ich bin ein vorſichtiger Mann, wie es mein Vater der Zunftmeiſter, vor mir wat, aber ehe ein ehrlicher, wackerer Mann, der das Geſchaͤft verſteht, und jedermann gerecht werden will, hier im Ge⸗ faͤngniß liegen ſoll, nicht im Stande, ſich ſelbſt und au⸗ dern zu helfen,— das leidet mein Gewiſſen nicht.— Ich ſelbſt will Euer Buͤrge ſeyn, aber— merkts Euch, es

ſiſt nur Baͤrgſchaft judicio sisti, wie unſer Stadtſchreiber