67 „Viel,“ ſagte der Fremde, deſſen Sprache immer mehr die Heimath verrieth, je mehr ſie in den Geſpraͤchs⸗ ton uͤbergieng,—„viel wuͤrden Richter und Rathsherren darum geben, wenn ſie den hier ſitzen haͤtten mit eiſernen Strumpfbaͤndern, der jetzt ſo frei da ſtehr auf ſeinen Fuͤſ⸗ ſen, wie ein Reh auf der Haide druͤben. Und wenig wuͤrde es ihnen helfen, wenn ſie mich auch da ſitzen haͤtten mit zwanzig Pfund Eiſen an jedem Knoͤchel, ich wollte ihnen bald eine leere Kammer zeigen, und den Miethsmann aus⸗ geflogen, eh' der Morgen kaͤme.— Aber vorwaͤrts! was zoͤgert Ihr?“
Mit dieſen Worten pochte er an ein niederes Pfoͤrt⸗ chen, und jemand, der aus einem Traume zu erwag en ſchien, antwortete mit heller Stimme.„Was iſts? wer zum T. pocht denn jetzt? Um dieſe Zeit?— Gegen alle Ordnung.“
Der gedehnte Ton der letzten Worte zeigte an, daß der Sprecher ſich wieder zum Schlafe hinlegen wollte. Aber mein Fuͤhrer rief:„Dougal, Dougal! habt Ihr vergeſſen Ha nun Gregaragh?“ G
„Alle Wetter!“ war die lebhafte, raſche Antwort, und ich hoͤrte, wie der Thorwaͤchter des Gefaͤngniſſes mit groſ⸗ ſer Munterkeit ſich aufmachte. In einer voͤllig frem⸗ den Sprache wurden nun zwiſchen me egleiter und dem Schließer einige Worte gewechſelt Riegel wur⸗ den zuruͤckgeſchoben, aber init eine weiche die Befuͤrchtung andeutete, das Gera gehoͤrt wer⸗ den; wir ſtanden nun im Vorhof des Gefaͤngniſſes von Giasgow, von dem eine enge Treppe aufwaͤrts fuͤhrte, und ein paar niedere Eingaͤnge zu ſtark verriegelten Gemaͤchern.
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