53 nes der zablreichen, in dieſen Raume ruhenden Todten entſchluͤpfte, und in dem Todtengewölbe verſchwand. Es war geringe Hoſſnung, einen Menſchen zu erreichen, der ſo
offenbar jeder Unterresung ausweichen wollte, aber auch
dieſe wenige Hoffnung ſcylug fehl, als ich nach wenigen Schritten ſtolperte und niederfiel. Die Dunkelheit, die meinen Unfall verurſachte, kam mir auch zu gute, denn be⸗ reits hatte der Prediger in Folge jener ſtrengen Oberge⸗
walt, welche die ſchottiſchen Geiſtlichen zur Aufrechthal⸗
tung der Ordnung in ihren Verſammlungen ausuͤben, dem Aufſeher Befehl gegeben, den Stoͤrer der andaͤchtigen Ver⸗ ſammlung in Gewahrſam zu bringen. Da ſich indeß das Geraͤuſch nicht wiederholte, ſo erfolgte keine ſtrenge Un⸗ terſuchung, und ich war im Stande, ohne weitere Auf⸗ merkſamkeit zu erregen, meinen alten Platz an Andreas Seite wieder einzunehmen. Der Gottesdienſt hatte ſei⸗ nen Fortgang, und ſchloß, ohne daß weiter etwas bemer⸗ kenswerthes vorgegangen waͤre.
Als die Verſammlung auseinander ging, und ſich zer⸗ ſtreute, rief Andreas:„ſeht, dort iſt der wuͤrdige Herr Mac Vittie und Frau Mac Vittie und Miß Aliſon Mac Vittie und Herr Thomas Mac Fin, der Miß Aliſon hei⸗ rathen ſoll, die ein huͤbſches Stuͤck Geld zur Mitgift be⸗ kaͤme.“
Meine Augen folgten der angedeuteten Richtung, Herr Mec Vittie war ein langer hagerer, aͤltlicher Manu, mit barten Zuͤgen, dlcken grauen Augenbraunen und hel⸗ len Augen, aber in ſelnem Geſicht lag, wie mir ſchien, ein ſo ungluͤckweiſſagender Ausdruck, daß ich davor zuruͤckhebre. Ich gedachte der erhaltenen arnung, und zoͤgerte, ihn


