Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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1 48 tiefe Aufmerkſamkelt verriethen, die Lippen leicht geſchlof⸗ ſen, ſeine Augen auf den Prediger geheftet, mit dem Aus⸗ druck eines anſtaͤndigen Stolzes, als theile er den Triumph ſeiner entwickelten Gruͤnde; der Zeigefinger der rechten Hand beruͤhrte nach einander die Finger der linken, als der Prediger von einem Beweiſe zum andern aufſtieg bis zum Schluſſe. Ein anderer, mit ſtolzerem, ſtrengerem Blick, zeigte damit zugleich ſeine Verachtuug aller derer an, die an dem Glauben des Predigers zwelfelten, und ſeine Freude uͤber die ihnen angedrohten Strafen. Ein dritter, der vielleicht zu einer andern Sekte gehoͤrte, und den Zufall oder Nengier hergeführt hatte, ſchien innerlich einige Glieder aus der Kette der Schluͤſſe anzufechten, und an dem leichten Kopfſchuͤtteln konnte man ſeine Zweifel an der Richtigkeit der Beweisfuͤhrung erkennen. Der groͤßte

KCovheil hoͤrte mit ruhiger zufriedener Haltung zu, im Be⸗

wußtſeyn des Verdienſtes, hier anweſend zu ſeyn, und eine ſo ſcharfſinnige Rede anzuhoͤren, obgleich ſie vielleicht voͤllig unfaͤhig waren, dieſelbe zu verſtehen. Die Weiber gehoͤr⸗ ten im Allgemeinen dieſer lezten Klaſſe von Zuhoͤrern an. Die alten indeſſen ſchienen entſetzlich aufmerkſam auf die Darſtellung der Lehrmeinungen, waͤhrend die Juͤngern ihre Augen gelegentlich die Runde machen ließen, und ei⸗ nige davon, wenn meine Eitelkeit mich nicht ſehr betrog, ſuchten Deinen Freund und Diener, mein lieber Tresham, als einen huͤbſchen jungen Fremden und als Englaͤnder aus⸗ zuzeichnen. Von der uͤbrigen Verſammlung gafften, gaͤhn⸗ ten oder ſchliefen die Einfaͤltigen, bis ihre eifrigern Nach⸗ barn ſie auf den Fuß traten, um ſie zu ermuntern, und die Traͤgen zeigten ihre Unaufmerkſamkeit durch fluͤchtiges Umſchauen, ohne daß ſie es gewagt haͤtten, durch deutlichere

Zei⸗