Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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47 heit, der oft darin liegt, zeigt ſich in der Andacht oder im Kriege aut eine vortheilhaftere Weiſe, als bei den froͤhli⸗ chern Zuſammenkuͤnften des gewoͤhnlichen Leben. Dle Rede des Predigers war ſehr geeianet, die m annigfachen Gefuͤhle und Faͤhigkeiten ſeiner Zuhoͤrer anzuregen.

Alter und Krankbeiten hatten ſeine urſpruͤnglich ſtarke und ſonore Stimme geſchwaͤcht. Er las ſeinen Text mit einer etwas nndeutlichen Ausſorache, als er aber die Bi⸗ bel ſchloß, und ſeine Prediet begann, wurde ſein Ton all⸗ maͤhlia ſtaͤrker, und er entwickelte mit Lebhe ftigkeit ſeine Beweiſe, die ſich meiſtens auf dee boͤhern, der bloßen menſch⸗ kichen Vernunft nicht faßlichen, tiefen Gl ubenslehren be⸗ zogen die er aber auf eine eben ſo kunſtiofe, als paſſende Weiſe durch Stellen aus der beiligen Schrift erklaͤrte. Ich war nicht vorbereitet, in alle ſeine Auseinanderſetzungen einzugehen, und wußte auch zuweilen nicht, ob ich ſeine Saͤze richtig gefabt vatte. Nichts konnte aber eindringli⸗ cher ſeyn, als der lobhafte, begelſterte Vortraa des guten alten Mannes, und nichts ſinnreicher, als die Entwicklung ſeiner Gruͤnde. Die Schotten ſind, wie bekannt, mehr durch die Uebung ihrer Verſtandeserztte, ala durch die Leß⸗ haftiakeit ihrer Gefuͤhle ausgezeichnet; Schlaͤſſe machen deßhalb mehr Eindruck auf ſie, als Redekunſt, und eine ſcharfſinnige Entwicklung der Geuͤnde(ir Lehrtäze zieht ne mehr an, als begeiſterte Aufforderungen an das Herz und die Leidenſchaften, wodurch beliebte Prediger in andern Laͤndern die Gunſt ihrer Zuhoͤrer gewinnen. Unter der aufmeriſanea Menge ſah ſch mehrere aus⸗ drucksvolle Koͤpfe, die mich an Rufaels Prediat des A po⸗ ſtels Paulus in Athen erinnerten. Hier ſaß ein elf⸗ riger, verſtandiger Lalolaiſt, deſſen geſenkte Augenbraaaen