Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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41 3 den andern in einen offenen, geräumigen Kirchhof auf, der das Münſter oder die Cathedral⸗Kirche von Glasgow um⸗ gibt. Der Dom war ein düſteres, ſchwerfälliges, nicht eben zierliches Gebäude von gothiſcher Bauart, aber ſein eigen⸗ thümlicher Charakter hat ſich ſo wohl erhalten, und die Um⸗ gebungen paſſen ſo gut dazu, daß der Eindruck des erſten Anblicks in hohem Grade ernſt und feierlich iſt. Ich war ſo ergrifſen, daß Andreas, der mich ins Innere des Gebäudes führen wollte, mich einige Minuten lang nicht von der Stelle brachte, ſo ſehr war ich mit der Betrachtung der Außenſeite beſchäftigt.

Trotz ſeiner Lage in einer volkreichen und beträchtlichen Stadt ſteht das feierliche, mächtige Gebäude doch völlig ver⸗ einzelt da. Hohe Mauern trennen es von den Häuſern der Stadt auf der einen Seite, auf der andern iſt es durch eine Schlucht begränzt, in deren Tiefe, dem Auge unſichtbar, ein Bach hinfließt, deſſen Rauſchen die imponirende Feier⸗ lichkeit der Scene noch vermehrt. Das entgegenſtehende ſteile Ufer der Schlucht iſt dicht mit Föhren keſetzt, die ihre dü⸗

ſiern Schatten über den Kirchhof hinwerfen. Dieſer ſelbſt gewaͤhrt einen eigenen Anblick; denn obgleich von ziemlich bedeutender Ausdehnung iſt er doch zu klein für die Zahl der. ar geſehenen Einwohner, die hier begraben werden, und deren Gräber faſt alle mit Grabſteinen bedeckt ſind. Deßhalb iſt bier kein Raum für das wuchernde Gras, das ſonſt gewoͤhn⸗ lich dieſe Stätten zum Theil überdeckt, wo die Böſen auf⸗ hören, Andete zu beunruhigen, und die Ermüdeten ausruhen von ihren Anſtrengungen. Die bunten flachen Denkſteine ſind ſo eng an einander geruͤckt, daß der Boden damit gepflaſtert ſcheint, und obgleich dem Einfluß der Witterung ausgeſetzt, doch dem Fußboden einiger alten eugliſchen Kirchen gleicht,