Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

36

worden, und verbunden ſey, alle dergleichen Streiche, wie ¼ den ſeines Freundes, Herrn Andreas Gutdienſt, bei dem Friedensrichter anzuzeigen. Das Pferd, ſagte der thaͤtige Polizeimann, muͤſſe mit Beſchlag belegt, und gegen taͤgli: che Fuͤtterungskoſten von zwoͤlf Schilling ſchottiſch zur Hand 8 behalten werden, bis die Eigenthums⸗Frage gehoͤrig unter⸗ ſucht und entſchleden ſey. Er ſprach ſogar davon, daß er. Herrn Andreas ſelbſt feſthalten muͤſſe, wenn er die Pflich⸗ ten ſeines Amtes ſtreng vollziehen wolle, und nur auf die beweglichſten Bitten um Schonung ſtand er nicht nur hie⸗ von ab, ſondern machte ihm auch noch ein Geſchenk mit einem keuchigen, ſpathigen Klepper, damit er ſeine Reiſe fortſezen koͤnne. Freilich bezeichnete er dieſe Handlung det Edelmuths damit, daß er ſich von dem armen Andreas alle Rechte und Anſpruͤche auf Thorncliffs wackeres Roß abtre⸗ ten ließ; eine Uebergabe, wie Herr Touthope meinte, von ſehr geringer Wichtigkeit, da ſein ungluͤcklicher Freund, wie er ſcherzend hinzuſezte, wohl ſchwerlich etwas von den Pferde bekommen haͤtte, als das Halfter.

Andreas zeigte Kummer und Verlegenheit, als it dieſe Einzelnheiten durch wlederholte Fragen endlich au ihm heraus brachte, denn ſein ſchottiſcher Stolz fuͤhlte ſich

nicht wenig gekraͤnkt, da er geſtehen mußte, daß Rechtt⸗ gelehrte uͤberall Rechtsgelehrte ſeyen, und Herr Schreihtt Touthope keinen Heller mehr werth ſey, als Schreibet Jobſon.

Es wuͤrde ihn, ſagte er, nicht halb ſo geaͤrgert hoſ ben, um das Pferd, das er mit ſo viel⸗Gefahr gewonnc habe, betrogen zu werden, wenn es ihm unker Englaͤnden begegnet waͤre; aber es ſei ein ſeltſam Ding, wenn in Kraͤhe der andern die Augen aushacke, oder ein ehrt