Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Geld wieder haben wollte, ſagte er, er wolle mir die Kno⸗ chen weich dreſchen, wenn ich's wieder verlange, nun wird er ſich eines andern beſinnen, will er ſein Pferd wie⸗ der haben, muß er mich bei Heller und Pfennig bezahlen, oder er ſieht kein Haar mehr vom Schweife ſeines Pferdes. Ich kenne einen wackern Burſchen zu Lochmaben, einen Schreiber, der ſagte mir, ich ſolle es ſo machen. Ein Pferd ſtehlen! nein, nein, fern ſei dieſe Suͤnde von Andreas Gutdienſt, ich habe nur Beſchlag darauf gelegt, juris dictiones fandandry causcyK. Das ſind gute Geſez⸗ worte, faſt wie die Sprache von uns Gaͤrtnern und andern gelehrten Leuten, Schade nur, daß ſie ſo theuer ſind, die drei Worte, das iſt alles, was Andreas gewonnen hat, in einem langen Rechtshandel und fuͤr vier Faͤßchen des beſten Branntweins, ei ja, das Recht iſt ein theu⸗ res Ding.

Ihr koͤnntet es noch weit theurer ſinden, Andreas, als Ihr glaubt, wenn Ihr auf dieſe Weiſe fortfahrt, Euch ſelbſt bezahlt zu machen ohne richterliche Hülfe.

Tra la, trala, wir ſind in Schottland(Gott ſel ge⸗ lobt!) und nun kann ich Freunde und Rechtsgelehrte fin⸗ den, und Richter dazu, ſo gut als ein Osbaldiſtone. Mei⸗ ner Großmutter dritter Vetter war ein Vetter vom Land⸗ richter in Dumfries, und der leidet nicht, daß einem Tro⸗ pfen von ſeinem Blute Unrecht geſchieht. Nun iſt's gut,

4 hier werden die Geſetze fuͤr alle gleich gehandhabt; da iſt's

nicht, wie dort druͤben, wo der Schreiber Jobſon einen ehr lichen Kerl in's Gefaͤngniß ſetzen laͤßt, ehe er ſich umſieht. Aber ich denke, es wird bald mit Recht und Geſez bei ih⸗

naen ganz aus ſeyn, und hauptſaͤchlich darum habe ich ihnen auch gute Nacht gewuͤnſcht B.(SSeotr's Werke. Cl... 3