Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

23]

ein Grasplatz fuͤr eine Kuh, und ein kleines Feld, mit Korn bebaut, mehr zum Gebrauche des Haͤuslers, als zum

Verkauf, alles verkuͤndigte den erquickenden frohen Lebens⸗

genuß, den Alt England ſelbſt an ſeinem nördlia ſten Ende, auch ſelnem geringſten Bewohner darbietet.

Als ich mich der Behauſung des weiſen Andreas naͤ⸗ herte, vernahm ich ein Geraͤuſch, das ſich in ausnehmend feierlichen, langgedehnten Naſentoͤnen hoͤren ließ, und mich auf die Vermuthung brachte, Andreas habe nach dem an⸗ ſtaͤndigen und loͤblichen Gebrauch ſeiner Landsleute einige ſeiner Nachbarn zu einer Abendandacht berufen. Andreas hatte weder Weib, noch Kind, noch irgend einen weibli⸗ chen Hausgenoſſen.Der erſte Gaͤrtner, ſagte er⸗haͤtte genug von dieſer Waare gehabt. Manchmal gelang es ihm, ſich Zuhoͤrer von den benachbarten Katholiken und Anhaͤn⸗ gern der biſchoͤflichen Kirhe zu verſchaffen, Braͤnde, wie er ſagte, die er aus dem Feuer geriſſen, an denen er ſeine geiſtlichen Gaben uͤbte trotz Vater Vaughan, Vater Dochartz, Raſhleigh und der ganzen katholiſchen Welt um ihn her, die ſeine Einmiſchung in ſolche Dinge fuͤr eine Art kezeriſchen Schleichhandels erklarten. Darum glaubte ich, einige ſeiner wohlgeſinnten Nachbarn moͤchten auch diesmal ſich zu einer gottesdienſtlichen Feier dieſer Art bei ihm verſammelt haben. Das Geraͤuſch ſchien indeß, als ich aufmerkſamer hinhorchte, blos aus den Lungen des beſagten Andreas zu kommen, und als ich es durch mei⸗ nen Eintritt unterbrach, fand ich ihn allein, indem er zu ſeiner eigenen Erbauung laut aus einer theologiſchen Streitſchrift las, und mit den langen Woͤrtern und ſchwe⸗ ren Namen ſo gut als moͤglich zurecht zu kommen ſuchte. Ich ſuchte mir eben einen Spruch, ſagte er, den maͤch⸗