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durch einen dunkeln gewoͤlbten Gang mit dem uͤbrigen Hauſe. Ein enger ſchmaler Raſengang zwiſchen hohen Stech⸗ palmenbecken fuͤhrte von der Thurmthuͤre zu einem Hin⸗ terthuͤrchen in der Gartenmauer. Auf dieſem Wege konnte Rachleigh, deſſen Tyun und Laſſen gar nicht von dem der uͤbrigen Familie abhieng, nach Gefallen das Schloß verlaſ⸗ ſen oder dahin zuruͤckkehren, ohne daß ſeine Abweſenheit oder ſeine Gegenwart von irgend jemand bemerkt wurde. Seit ſeiner Abreiſe waren Treppe und Thurmthuͤre gar nicht benuͤtzt, und dieß machte des Gaͤrtners Bemerkung allerdings ein wenig auffallend.
„Habt Ihr die Thuͤre oft offen geſehen?“ war meine Frage.
„Nicht gerade oft; ungefaͤhr zwei⸗ oder dreimal. Ich glaube der Prieſter, Vater Vaughan wie ſie ihn nennen, mag's ſeyn. Ihr werdet keinen von den Bedienten finden, der die Treppe hinauegienge, das ſind arme erſchrockene Heiden, die fuͤrchten ſich vor Geſpenſtern, Kobolden und langnaſigen Weſen aus der andern Welt. Aber Vater Vaughan glaubt, die Geiſter koͤnnten ihm nichts anhaben! Der ſchlechteſte Prediger in Schottland, der je eine Pre⸗ dint ableierte, wuͤrde zweimal ſo ſchnell einen Geiſt ban⸗ nen, als er mit ſeinem heiligen Waſſer und abgoͤttiſchen Poſſen. Ich glaube nicht einmal, daß er gut Latein ſpricht, er verſteht mich ja kaum, wenn ich ihm die Belehiten Na⸗ men der Pflanzen ſage.“
Von Vater Paughan, der ſeine Zeit und ſeine geiſtli⸗ che Fuͤrſorge zwiſchen der Familie meines Oheims und un⸗ gefaͤhr einem halben Duzend anderer katholiſcher Edelleute in der Nachbarſchaft theilte, habe ich bis jetzt noch nichts geſagt, weil ich ihn nur wenig geſehen hatte. Er war un⸗


