ͤ——- ☚ 2
99
Ich fand, wie ich erwartet hatte, an Macready einen ſchlauen, ſteifen, ſpitzkopfigen Schotten, den Neigung und Gewerbe zum Negigkeitskraͤmer machten. Er gab mir ge⸗ nauen Bericht uͤber das, was in beiden Parlamentshaͤu⸗ fern uͤber die Angelegenheit von Morris vorgegaugen war, aus der beide Parteien, wie es ſcheint, einen Prüfſtein gemacht hatten, um die Stimmung des Parlaments zu erforſchen, und das Miniſterium war, wie ich ſchon aus den Augaben von Andreas entnommen hatte, zu ſchwech geweſen, eine Sache durchzufuͤhren, wobei Maͤnner von Rang und Wichtigkeit mit ins Spiel kamen, und die nur auf den Angaben eines Mannes ven ſo ungewiſſem Rufe als Morris, beruhte, der bei der Erzählung ſeiner Ge⸗ ſchichte ſich verwirrt und in Widerſpruͤche verwickelt hatte. Macready konnte mir auch eine Zeitung,— damals au⸗ herhalb der Hauptſtadt eine ſeltene Sache,— mittheilen, wonin ein Auszug aus den Dehatten ſtand, ſo wie auch die
R de des Herzogs von Argyle, wovon er mehr re Erem⸗
piare aufgekauft hatte, da er ſie in Schottland mit Vor⸗ theil abzusetzen hoffte. Das erſtere war eine magere Dar⸗ ſtehung mit vielen leeren Stellen und Kreuzchen, woraus ſich wenig mehr entnehmen ließ, als mir der Scholte bereits mundlich mitgetheilt hatte, und des Herzogs Rede, oheleich geiſtvoll und beredt, war hauptſaͤchlich nur eine Lobiede auf ſein Land, ſeine Familie, ſeinen Clan, mit el⸗ nigen vielleicht eben ſo aufrichtig gemeinten, ledoch minder feurigen Complimenten fuͤr ſich ſelbſt, wozu er eine ſo guͤnſtige Gelegenheit benuͤtzen wollte. Ich keunte nicht er⸗ kahren, ob melne eigene Etre geradezu verdaͤchtig gemacht worden war, obgleich ich bewerkte, daß man die Ehre der Familie meines Oheims angriff, und daß dieſer Campbel,
4.


