Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Ich bedachte in dieſem Augenblick nicht, daß mein ganzer Uamuath, zu dem ich doch durchaus kein Recht hatte, weiter nichts bewieß, als daß ich gegen Miß Ver⸗ non Reize nicht gleichguͤltig ſey, und ſetzte mich des halb in hoͤchſt uͤbler Laune gegen ſie und alle Eveustoͤchter zu Liſche.

Miß Vernon hoͤrte mit Erſtaunen meinen unartigen Antworten auf einige ſatyriſche Schlaͤge, die ſie mit ge⸗

wohnter Freimar igkeit austheilte, da ſie aber nicht daran dachte, daß ich boſe ſey, ſo erwiederte ſie meine rauhen Antworten mit aͤhnlichen Scherzreden, die, obwohl von ih⸗ rem Witze geſchaͤrft, doch durch ihre gute Laune gemildert waren. Endlich bemerkte ſie, daß ich ernſtlich verſtimmt ſey, und antwortete auf eine meiner unfreundlichen Re⸗ den.„Man ſagt, Herr Franz, daß ſich auch von Narren etwas kluges lernen laͤßt— ich hoͤrte Vetter Wilfred ſich weigern, laͤnger mit Vetter Thorncliff das Pruͤgelſpiel zu ſoielen, weil Vetter Thorncliff zornig wurde, und ſtaͤrker zuſchlug, als die Regel eines freundſchaftlichen Kampfs ge⸗ ſtattete.„Wollte ich dir im Ernſte den Kopf einſchlagen,“ ſagte Wilfred,„ſo wuͤrde ich mich um deinen Zorn nicht kuͤmmern, denn es waͤre nur um ſo leichter gethan, aber es iſt hart, daß ich ernſte Pruͤgel bekommen, und ich da⸗ gegen nur Lufthiebe austheilen ſoll.— Koͤnnt Ihr die An⸗ wendung machen, Herr Franz?“

Ich habe nie die Nothwendigkeit gefuͤblt, gnaͤdiges

Fraͤulein, das bischen Verſtand herauszuſuchen, womit

dieſe Familie ihre Unterhaltung wuͤrzen will.“

„Nothwendigkeit!— gnaͤdiges Fraͤulein!— ich bin erſtaunt, Herr Osbaldiſtone,“

„Das thut mir leid.“