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niemand iſt gezwungen, gegen ſich ſelbſt auszuſagen,— das iſt klar, ſonſt möchte der Teufel drin ſtecken.“
Naſyleigh kam mir hier zu Huͤlfe, aber ich muß offen geſtehen, daß ich ſeine Gruͤnde mehr fuͤr Winke hielt, die er ſeinem Vater gab, er moͤge ſich ſtellen, er glaube den Betheurungen meiner Unſchuld, als daß er dieſe in der That habe vertheidigen wollen.
„In Eurem eigenen Hauſe, lieber Vater— und Euer eigener Neffe— Ihr werdet doch nicht ferner die Gefuͤhle deſſelben verwunden wollen, indem Ihr Mißtrauen zeigt gegen ſeine Behauptungen, wobei er ſo ſehr betheiligt iſt. Ohne Zweifel verdient Ihr ſein volles Zutrauen, und ge⸗ wiß, haͤttet Ihr ihn in dieſer ſonderbaren Sache unterſtuͤ⸗ zen koͤnnen, ſo haͤtte er gewiß zu Eurer Guͤte ſeine Zu⸗ flucht genommen. Aber mein Vetter Franz wurde als un⸗ ſchuldiger Mann entlaſſen, und niemand iſt berechtigt, ihn fuͤr ſchuldig zu halten. Ich ſelbſt zweifle nicht im gering⸗ ſten an ſeiner Unſchuld, und unſere Familten⸗Ehre erfor⸗ dert, daß wir ſie mit Wort’und Schwert gegen jeden be⸗ haupten.“
„Raſyleigh,“ ſprach Sir Hildebrand mit einem ſchar⸗
fen Blicke;„Du biſt ein ſchlauer Burſche, Du biſt mir
und den meiſten Leuten immer zu liſtig geweſen. Nimm Dich in Acht, daß Du nicht Dir ſelbſt zu liſtig wirſt,— zwei Geſichter unter einen Kappe iſt gegen die aͤchte Wap⸗ penkunde.— Doch da wir von Wappenkunde reden, ſo will ich im Gwillym leſen.“
Dieſen Entſchluß zeigte er mit einem Gaͤhnen an, dem er ſo wenig widerſtehen konnte, als die Goͤttin in der Dun⸗ ciade, und ſeine Rieſenſoͤhne gaͤhnten ihm nach, als ſie da und dort hin giengen, um irgend einen Zeitvertreib aufzu⸗


